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neue Klöster zu stiften, Gencralkapitel zu halten, einen eigenen Gc-ncralvikar und vier Definiteren ans ihrer eigenen Milte zu wäh-len, und statt der bisherigen Einsiedlerkleidung eine besondere Con-gregationStracht anznnchmen.
Daö erste Generalkapitel wurde sofort im Jahre 1448 zuMontefaleo gehalten, ans dem der P. Bartholomäus von Bvnama-tiö zum ersten Generalvikar erwählt wurde. Einen General durf-ten sie erst 10 Jahre später wählen, und die Wahl fiel ans demKapitel zu Calisbutano, in dem Crcmoner Kirchensprcngcl, auf denP. Hngolin von Plaecnz. Diese Selbständigkeit der Congregationdauerte bis inS Jahr 1568, in welchem Jahre sic Pins V. derGerichtsbarkeit des Gencralministcrs der Minoriten (minderen Bru-der) unterwarf. Im Jahre 1586 erlangten sie endlich von PapstSirius V. ihre Selbständigkeit wieder, und das im Jahre 1647 zuBologna gehaltene Generalkapitel verordnetc, cs sollten die Gene-rale dieses Ordens künftig ihr Amt nur sechs Jahre verwalten,eine Maßregel, welche Papst Jnnoeenz X. bestätigte.
Diese Congregation verbreitete sich so glücklich, daß sie zur Zeitihrer schönsten Blüthe in zwanzig Provinzen gelheilt werden mußte.Auch wurden ihr manche andere Congregationen einverleibt. ZuNom halte sie zwei Häuser; eines ans der Provinz Rom unter demNamen: St. CvSmns und Damian," und das andere von der Pro-vinz Sieilien unter dem Namen zu St. Paul, in dem Viertel dellaNegola. Jetzt ist die Congregation nur auf Weniges beschränkt,da selbst in Italien ein großer Theil ihrer Klöster eingcgangen, inden Kriegsstürmen zerstört, oder auch säknlarisirt wurde.
Diese Congregation hat viele preiswürdige Männer in ihremSchoose genährt, von denen besonders genannt zu werden verdie-nen: der selige Jcremiaö von Cerma, Mirnö von Lanzo, die be-
> Die Kirche zu St. Cosmns und Damian war ehemals ein Tempel, derdem Romulns und Neinns, mich -ludern dem Castor und Pollur gewidmetwar. Papst Felir tt. weihte ihn den geuuuuteu Märtyrern; Gregor der Grußeließ ihn ansbeffern, Hadrian I. ließ die ehernen Thore, die man an ihm sieht,von Perngür dahin bringen. Es sind dieß aber eigentlich zwei Kirche». Dieeine ist unterirdisch, und sehr alt; die obere wurde im Jahre 1633 vom PapstUrban VIII. verschönert. Sie ist ein Cardinalstitel und wegen der vielen Re-liquien, die sie in sich schließt, ein vielbesuchter Wallfahrtsort.