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1 (1845)
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giöser Wirren unzählige Gefahren im Wege; allein Gottes Gnadeschirmte ihn. Besonders glänzte schon in den Jünglingsjahren unterseinen übrigen Tilgenden die Wohlthätigkcitöliebe hervor, die auchbis zu seinem Tode eine große Zierde unseres Heiligen blieb. Kei-nem Armen konnte er seine Bitte verweigern, besonders wenn erihnum Gotteswillen" bat. Das drang ihm tief in's Herz. Alser daher mit seinem Vater das Handelsgeschäft trieb, verwendeteer den Gewinn großen Thcils zu solchen frommen Zwecken. Daaber einmal ein Armer in seinen Laden trat und er ihn im Ge-dränge der Geschäfte barsch abwies, ging cs ihm plötzlich tief zuHerzen sogleich eilte er ihm nach, gab ihm reichlich, und gelobteGott, von nun an Keinem mehr, der um Gotteswillen bäte, einAlmosen zu versagen.

Nächst dieser herrlichen Tugend aber zeigten sich in seinemInnern noch ganz andere Regungen. Denn da ihn seine Vermö-gcnsumstände nicht hinderten, so stand er, an Geist und Liebenswür-digkeit der Erste, bald an der Spitze seiner Altersgenossen, durchzogmit ihnen in mnthwilliger Lust Tags und Nachts die Straßen vonAssisi, kleidete sich kostbar und gewählt, so daß er nicht der Sohneines Kaufmanns, sondern eines Fürsten zu seyn schien. Ja! ein-mal ging er in seinem jugendlichen Ucbcrmuthe so weit, daß ersich in einem Kleide zeigte, das halb von kostbarem, halb von schlech-tem Tuche zusammengesetzt war. Bei Zitterklang drangen Liebes-lieder zu den Fenstern der Schönen, und an jenen Huldigungen,welche feurige Jünglinge den Jungfrauen darbringen, fehlte esbei ihm nicht. Nie aber überschritt er die Schranke der Zucht,und nie redete oder that er Etwas, was das Schaamgefühl hätteverletzen können. Scherz und Witz entströmten immer seinem Munde,dabei aber hütete er sich wohl, so wie in seinem ganzen Thun undLassen, Jemanden zu beleidigen. Kurz! in seinem ganzen Wesenoffenbarte sich ein gewisser Seclenadcl, eine Würde, die auch demBewunderung und Liebe abnöthigte, der über seine jugendliche Aus-gelassenheit ungehalten seyn mochte.

Nebrigens artete seine Wohlthätigkeitslicbe sogar in Verschwen-dung aus, und erregte so manchmal den Unwillen der Aeltern un-seres Heiligen. Nur seine Mutter erkannte auch in den Thorheiten