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1 (1845)
Entstehung
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Religiosität that, was die letzten: blos in der Absicht, Unwissendezu täuschen, unternahmen. Ein Prediger, der sich nicht eben so,wie die Häretiker kasteite, würde gar nicht angehört worden scyn.Es waren also Männer nöthig, die mit einem wahren Eifer dieArmuth verbanden, welche Christus seinen Aposteln anempfohlenhatte. ' Unter solchen Verhältnissen trat nun der heilige Fran-ziskus auf.

Im Jahre christlicher Zeitrechnung 1182 ward in der italieni-schen Stadt Assisi, in dem Ende dcS Bergthalcs von Spolcto, undzum Herzogthume gleichen Namens gehörend, ein Knäblein gebo-ren, dessen Namen in der Kirchcngcschichtc gross geworden ist. SeineAcltcrn waren Pietro de Bernardone auS dem Geschlechts:Morieo und Pica, aus adeligem Geschlechts: von Assisi. Sie be-saßen ein bedeutendes Vermögen, und der Vater trieb eine ausge-dehnte Handelschaft.

Der Knabe hatte in der heiligen Taufe den Namen Johan-nes erhalten; da aber sein Vater vermöge seines Handelsgeschäfteshauptsächlich mit Franzosen verkehrte, so nannte er aus Vorliebe zudiesem Volke seinen Sohn Francesco (Franzose), waS lateinisch mitdem Worte Franziskus ausgcdrückt wurde.

Bei seiner Erziehung aber traf auch der in unfern Tagen sohäufig verkommende Ucbelstand ein, daß Mutter und Vater nichtnach gleicher Richtung hin im großen Geschäfte der Heranbildungihres Sohnes arbeiteten. Gewiß dürfen wir es nämlich der frommenMutter zutrauen, daß sie schon frühzeitig den zarten Keim zur Re-ligiosität in ihrem Sohne weckte; allein der Vater wollte aus ihmeinen gewandten und entschlossenen Weltmann machen. Daher er-hielt Franziskus die gewöhnliche Bildung vornehmer Kinder, wurdein der lateinischen und französischen Sprache unterrichtet, und bekamzu dieser letzter» eine solche Vorliebe, daß er später am liebstenfranzösisch sprach.

Zwar standen dem hcranreisendcn Jünglinge in jener Zeit reli-

t Matth. X., g. lO.Ihr fallet weder Gold, noch Silber, noch Geld inencrn Gürteln tragen; weder eine Reisetasche, noch doppelte Kleidung, nochSchuhe, »och Stab haben; denn der Arbeiter ist seines Lohnes Werth."

Lukas XtV., ZZ.Es kann Keiner mein Jünger sehn, der nicht Allem,was er hat, entsagt."