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Die Unterstützung der Päpste durste dem Klostcrstande um soweniger fehlen, als diese die Mönche für die geeignetsten Werkzeugehielten, die ungläubigen Völker dem beseligenden Joche des Ehnstcn-thumö zu unterwerfen, und zu bewirken, daß sie dem Stuhle desheiligen Petrus huldigen, ans dem der lebendige Erklärer seinerLehren thront. Nicht selten bestiegen auch Mönche den päpstlichenStuhl, und gossen von da ihre wirksamen Segnungen über die Klösteraus. So flössen die Wohlthaten aus den Händen Grcgor's I. inFolge seiner Anhänglichkeit an einen Stand, der kaum erst derseinigc gewesen war; während Gregorins VII., dessen großer Geisthinsichtlich der Hierarchie einen ungeheuren Plan gefaßt hatte, dar-auf dachte, sich des Beistandes der Mönche zu versichern; der einezahlte die Schuld der Dankbarkeit, der andere, von einem heiligenEhrgeize beseelt, legte durch Befestigung deS Mönchstandes denGrund zu seinem Gebäude.
Unter solchen Verhältnissen nahm man jetzt die Mönche überallund in allen Klassen der Gesellschaft mit offenen Armen auf; dieSelbstverläuguuug und die klösterlichen Tugenden wurden mit ein-stimmigem Lobe begrüßt.
Gleichwohl genügte das Mittel, das anfangs dem Mönchstandcso große Achtung und Verehrung erworben hatte, nicht, auch zu-gleich ihm dieselbe zu bewahren. Die Mönche trennten sich näm-lich allmählig von der ursprünglichen Regel los, welche ihnen eben sosehr Händcarbeit als fromme Nebungen aufcrlcgte, und widmetenihre Mußestunden nun wissenschaftlichen Beschäftigungen, welchesic vordem verschmäht oder wenigstens vernachlässigt hatten. Soergriffen sie jetzt das einzige Mittel, von nun an durch Ausübung
so muß mau doch auch einräumen, daß diese Asyle sehr vielen Unschuldigen,ungerecht Verfolgten das Leben retteten. In den unglückseligen Zeiten, indenen die Privatrache für erlaubt galt, in denen der Stärkste daü Gesetz gab,waren jene Zufluchtsstätten gegen die Gewaltthätigkeit stets bewaffneter Herrnwahre Wohlthaten. Dieß Hülfsmittel wurde dann freilich überflüssig, als daskönigliche Ansehen, die Polizei der Städte, die Aussprüche der Gerichtshöfefest gegründet waren. Am berühmtesten unter den Asylen waren das vonBevcrley in England und die Kirche des heiligen Martin von Tours. Dem Asyl-recht ähnliche Anstalten waren einst den Kirchen in Italien gestattet. Leo XIl.erneuerte es unter seinem Pontiflcat zum Vortheile zweier Kirchen zu Nom.