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Volke schon sehr viele Menschen einfachen Herzens emporschwangcn,die geplagt von den Vorwürfen ihres Gewissens oder geleitet vondem Glanze sittlicher Vollendung freudenvoll sich den BnßübnngcnHingaben, und so die übrigen Gläubigen in der Stille einer Ein-siedelei oder eines Klosters erbauten. Das Mißtrauen aber, wel-ches das Volk gewöhnlich in die Neuerungen und Veränderun-gen setzt, die von den höheren Ständen auögchen, bot seineWaffen nicht gegen den Mönchstand, da sich ja gerade Männeraus den niedrigem Ständen meistens dieser Lebensweise widmeten.Zudem trugen die äußerlichen Ncbnngen der Mönche dazu bei, siebei dem Volke beliebt zu machen: ihre grobe Kleidung, ihre küm-merliche Nahrung, die harten Gewohnheiten ihres Lebens konntennatürlich keine Neider erregen; im Gegenthcile mußten sich die nie-drigem Klassen geehrt fühlen, wenn sic sahen, wie ein Leben vollerEntbehrungen, zu dem sie sich gegen ihren Willen genöthigt sahen,von den Eremiten und Eönobitcn freiwillig als ein Mittel zumFortschrciten und zur Heiligkeit angenommen wurde. Dazu kommtnoch, daß jene Schaarcn von Mönchen keine fremde Hilfe in An-spruch nahmen, sondern in sich selbst alle ihre Hilfsmittel fanden.Sie gehorchten nicht den Gesetzen eines Fanatismus, der ihre Armeschlaff und so zu nützlichen Arbeiten unbrauchbar machte; nein, imSchweiße ihrer Stirne bauten sie sich ärmliche Zufluchtsstätten,machten Wälder urbar, und wandelten dürre Wüsten in fruchtbareLändereien um. Die ersten Mönche hatten ihre glückliche Thätigkeit,die Mutter des Reichthumes, mit dem Volke gemein. Als aberdurch Arbeit und Sparsamkeit das Vermögen der Klöster wuchs,so sah man sie von ihrem Neberflnß freiwillig und freudenvoll einenheiligen Gebrauch machen. Der müde Wanderer fand in denKlöstern Obdach und bessere Kost, als man den Mönchen selberbereitete; der Kranke wurde verpflegt, und von seinem Leiden geheilt;nie klopfte der Arme und der Unglückliche, den der Hunger quälte,vergebens an der Klostcrpforte. So viele Wohlthatcn nun stelltensie dem Volke als ungemein nützliche Anstalten vor, und ließen sieselbst als unumgänglich nvthwcndig betrachten. Wenn man endlichnoch bedenkt, daß in jenen Jahrhunderten, in welchen eine glücklicheEinfalt und ein lodernder Glaube herrschten, die Errichtung eines