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Ilicrzehntes Aapitcl.
Gründe der Macht und des Einffnsses der Benediktiner.
Mit der Errichtung der Bettclordcn, welche in den Anfang desdreizehnten Jahrhunderts fällt, begann zwar für die Klosteranftalteneine neue glanzvolle Periode, und die Mönche, sowie die Mönchs-orden vermehrten sich von dieser Zeit an ans eine unglaublicheWeife; doch die Benediktiner sahen allein das goldene Zeitalter desMönchthums. Niemals offenbarte sich die Achtung des Volkes gegendie Klöster, nie der Eifer, den ihnen Fürsten und Päpste widmeten,im Oecident auf eine so außerordentliche und universelle Weise, alsvon der Gründung des Monte Cassino bis zur Zeit der Krenzzüge,oder vom sechsten bis zum zwölften Jahrhundert; und so großauch die Macht seyn mag, welche Klöster späteren Ursprungs ent-falteten, so groß auch der glückliche Erfolg sehn mag, mit dem sieihren Einfluß begründeten, so ist doch der größte Theil dieses Ein-flusses und dieser Macht ein Erbgut, daS von den Benediktinernans sie kam, ist ein Resultat, das Jahrhunderte vorbereitet hatten,in denen der Glaube noch einfacher und lebendiger war. Einesolche Betrachtungsweise veranlaßt uns, die Benediktiner erst dannzu verlassen, wann wir die Mittel auscinandergesctzt haben, durchwelche sic dieß hohe Ncbergewicht erlangten.
Die Gründungen der Fürsten und Großen haben unter demSchutze ihrer Stifter ein weniger sicheres Unterpfand der Dauer,als diejenigen, welche die Stimme des Volkes inö Daseyn rief,und die mit allgemeinem Beifall und Jubel ausgenommen werden.Und dieß war gerade bei der Einführung der Klöster im Abend-lande der Fall.
In den höheren Ständen war die Mönchskutte uoch nicht ge-kannt, auch machten sich diese Klassen nicht sehr mit dem Gedankenvertraut, ans die Welt zu verzichten, während sich mitten ans dem
Zn Weingarten, in der Diverse Cvnstanz, V. Stunden von Ravensburg,Abtei.
Zu Wiblingen, gest. 1099.
Zu Wiesensteig, gest. 861.
Zu Zwiefalten, gest. 1088.