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solideres darbieten, das Auge des Lesers nicht auf Einzelheiten, diekein großes, ja gar kein geschichtliches Interesse darbictcn, lenken zu
bestimmten Geistlichen gefeiert. Ein anderer Priester, ein Diacouns und einLaienbruder bewohnten vorläufig das Hans, in dem die feierliche Einweihungerst an dem folgenden 12. Julius, als dem Tage, welcher der Uebersetzung derReliquien des heiligen BenediktnS geweiht ist, vorgenommen wurde. Die er-bauende Cercmonie wurde von einem Großvikare der Diöcese vollzogen, undder Urheber des frommen Entwurfes einstimmig von seinen Mitbrüdern zumPrior gewählt, und seitdem nun wird hier das Klosterleben geübt. Sie zeigensich als Benediktiner, und selbst als Wiederhersteller der Congregatiou des heiligenManruS. Da indessen alle weltgeiftlich oder weltlich waren, so führten sie nur einevorläufige Ordnung ein, von der wir unser» Lesern eine kurze Neberstcht gebenwollen. Niemand trägt hier das OrdenSgewand; die Geistlichen behielten dieKleidung bei, die sie in der Welt hatten; in der Kirche tragen sie einen Ueber-rock mit weiten Acrmcln, wie mau ihn vor 200 Jahren in Frankreich trug,nicht aber mit znrückgeschlagenen, wie es setzt in Frankreich und Irland derBrauch ist. Im Sommer stehen sie um 4 Uhr ans, verfugen sich zu einemhalbstündigen Nachdenken und zur Abfingnng der Frühmette und der Landes inden Ehor. Die Morgenstunden werden zur Feier der Messe, zu Uebnngeu derFrömmigkeit und zum Studiren verwendet. Dian begiebt sich zur Abfingnngder Terz und Sert in den Chor, unter welchen man täglich die Klostermessesingt. Später betet man das Officium der None. Nachmittags ist die Besper,welche alle Tage gesungen wird. Abends fingt man nach der frommen Lesung,welche in allen Klöstern üblich ist, die Cvmplete. Das Fasten beobachtet manblos an den von der Kirche vvrgeschriebenen Tagen, sowie auch am Mittwoch.Die Strenge wächst während des Advents. Im Winter steht man um eineStunde später auf. Die Mönche wohnen in von einander getrennten Zellen,schlafen nicht ganz augekleidet und haben Matratzen. Die Zwischenzeit nach-dem Mittagessen wird auch zum Studiren verwendet. Die Häudearbeit istnicht vorgHhrieben; nur zur Erholung kann man sich z. B. nach dem Mittag-essen damit beschäftigen. Mit Erlaubnis! des Priors dürfen die Brüder inihren Zimmern Besuche empfange». Alle Woche gehen sie außerhalb des Klostersmit einander spazieren. Dieß ist nun die Lebensweise, an die sich diese neuenEinsiedler halten, und die eigentlich uur eine Art Noviziat oder Postulat fürden Benediktinerorden und die Congregatiou des heiligen Maurus bilden. Siewerden ihre wirklichen Statuten, wenn anders die Vorsehung, wie man hoffendarf, dieß Werk in seinem Wachsthnme unterstützt, vermehren und modifiziren.
Als nun der Entschluß der gegenwärtigen Bewohner von Solöme bekanntward, fand er fast einstimmigen Beifall. Nur einige Befürchtungen über denGeist, der in diesem Hanse herrschen würde, ließen sich vernehmen, wurdenaber durch gehörige Erklärungen wieder beseitigt. Die Folgezeit wird ohneZweifel die Nichtigkeit dieser Besorgnisse zeigen. Man hat bereits eine Zu-sammenstellung gegeben, über die der Leser erstaunen wird: gerade ein Bischofvon Maus schickte zum heiligen BenediktnS eine Gesandtschaft, die den heiligenManrus nach Frankreich brachte und hier die Regel von Monte Cassino be-kannt machte; gerade in der Diöcese Maus wird sich zweifelsohne die Con-