Was mm die Bcnediktincrinm betrifft, so glaubten wir, daihre verschiedenen Congregationcn, die errichtet wurden, nichts Be-
Während nun forschende Freunde jenseits des Meeres, welche auf jenenalten Manerstücken nur zwei Worte geschrieben sahen: „Kunst und Alter-thum," die Steine kauften, um sie anfznbewahre», fand sich in Frankreich,wo nns der Glaube ans jenen alten Denkmälern hätte Alles lesen lassen müssen,was sie Religiöses, Schönes, Praktisches sagten, in diesem Frankreich fandsich das, was man ans Entrüstung Inmilo »»ire (schwarze Bande) nennenkonnte. Die Worte Barbaren, Vandalen waren nicht mehr nöthig. Warirgendwo Stein aus Stein geblieben, so geschah es deswegen, weil eine Ne-gierung, welche sich für aufgeklärt hielt, dem öffentlichen Nutzen jeneHäuser zutheilte, welche der Wille und das Vermögen des Stifters der Zurück-gezogenheit imd der Tugend geweiht hatten. So verbergen heutzutage Fvnto-vrand und der Aufenthaltsort des heiligen Bernhard Verbrecher, deren Ge-wohnheiten im schroffe» Gegensätze stehen mit denen der alten Bewohner. Woeinst Psalmen ertönten, da hört man heutzutage Fluchworte und das GeräuschdeS Räderwerks einer Fabrik. Eine kleine, eine sehr kleine Anzahl nur bliebunversehrt. Unter diese geringen Ausnahmen nun gehört auch Svlöme. Hören'wir,wie sein Kloster, das vierzig Jahre hindurch zum Stillschweigen verdammtwar, den Namen des Herrn wiederholen hört. Der, welcher es sich erworbenhatte, hat es ordentlich bewahrt: nur die vierte Seite des Klosters wnrdezerstört. Wie wir wissen, war dies Hans lange Zeit der Gegenstand frommerWünsche, und es wäre wahrscheinlich leicht gewesen, cs zn kaufen und wiederherznstellen. Allein die glücklichen Jahre zur Wiederherstellung verstrichen,und obwohl einige ganz in Trümmer liegende Klöster, z. B. Bellefontaine,neue Colonisten erhielten, blieb Svlöme unbewohnt. Endlich kamen bessereZeiten. Der Abbe Guöranger, ei» alter Zögling ans dem Collegium vonAngers, hatte so eben das geistliche Amt, das er zn Paris bekleidete, verlassen, undtrat in die Diöcese ManS zurück. Die Vorsehung hatte ihre Absichten. Erwagte nun, einen Plan zn entwerfen, zn dem ihm in den schwierigen Ver-hältnissen, in denen wir leben, menschliche Klugheit nicht gerathen hätte;allein er folgte seiner besonderen Neigung — und that gut daran. GottesRathschlüsse sind keine menschlichen Rathschlüsse. Bestätigt, und selbstermnthigtvon den Kirchenhänptern erwarb er sich Solöme, verband sich mit einigenMännern, die, wie er, voll Feuers und Glaubens waren, und in jenen Tagender Gottlosigkeit und des JndifferentismuS, wo das Klosterleben nur dazu be-stimmt schien, der Geschichte Stoff und der Sage einen Artikel mehr zugeben, in einer Zeit, in der das Andenken an gelehrte Eongregationen nurnoch im Herzen wissenschaftlicher Männer die zarte Saite der Wehmnth be-rührte, in einer solchen Zeit wiederholte er laut den Namen der Gesellschaftdes heiligen Maurus, und'wnrde Benediktiner. Dieser verehrte Name er-weckte eine ehrwürdige Theilnahme, rühmliche Zeugnisse ermnthigten den edlenVerbesserer, schon erhält er von seinen Verbündeten den süßen Namen Vaterund ist mit ihnen Conobitc. Am 21. März 1833, dem Festtage des heiligenBenediktuS, des Patriarchen der occidentalischen Mönche, wnrde zu Solömedie erste Klostermefse von einem der zur Wiederbelebung des Instituts
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