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1 (1845)
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beginnt jetzt zu Solömc > eine Gesellschaft der Benediktiner wiederausznlcben.

> Das Kloster Solöme stammt aus dem cilfteu Jahrhundert, und wardim Jahre 1010 von Gcoffroy, dem Herrn rwu Säble, in der Diöcese Mausgegründet. Var 200 Jahren wurde es wieder gebaut, und bietet, wie alleübrigen moderne» Klosterbanten, nichts Merkwürdiges dar. Seine Lage istreizend schön. Es steht bei einem Marktflecken gleichen Namens, ans einemlachenden Abhänge, dessen Saum die bläulichen Gewässer der Sarthe bespühlen;ihm gegenüber erhebt steh ans dem andern Ufer ein den Felsen umstarrtesAmphitheater, das mit Bäumen bedeckt ist und den Anblick einer lachendenEinsamkeit gewährt. Wehl eine halbe Meile felgen die Augen dann dem majestäti-schen Laufe des Flusses, und heften endlich ihren Blick auf das Schluß Säblet,das unter Ludwigs des Großen Regierung erbaut wurde. Solöme selbst warkeine Abtei, sondern nur eine Priorci des Benediktinerordens, in der auch dieVerbesserung des heiligen Maurus Eingang fand, als die Congregation desDon Didier de la Eonr Zuwachs gewann. Diese Priorei nun hing von derAbtei la Couture, in der Stadt Maus, ab. Ihre im dreizehnten! und vier-zehnten Jahrhundert erbaute Kirche hat zwei Seitenkapcllen, die viele Statuenschmucken, welche die Aufmerksamkeit der Fremden und Kenner auf sich ziehen.In der Kapelle zur rechten Seite, welche aus dem Jahre 1400 stammt, siehtman eine Gruppe, welche das Begräbnis des Erlösers darftcllt. Mit demVerdienste der Vollendung vereiniget sich das Seltsame des Geschmackes jenerEpoche. Um sich davon zu überzeugen genügt die Bemerkung, daß Rieodemnsin einem orientalischen Gewände, das Haupt mit einem Turban bedeckt, er-scheint, und zugleich Joseph von Arimathia als ein reicher Franzose des fünf-zehnten Jahrhunderts gekleidet, geschmückt mit der Halskette eines Ritterordens.Hier sieht inan auch einen großen in einer Nische liegenden Ritter, wie man hie und da in den Klosterkirchen, die nicht verwüstet wurden, wahrnehme»kann; und dies ist das Grab des Stifters.

In der Kapelle zur linken Seite, die noch merkwürdiger ist, bemerkt mandie Gruppen von dem Tode Marias und ihrer Aufnahme in den Himmel.Die Arbeite» dieser Kapelle wurden durch die Sorgfalt des Priors Don JohannBougles vollendet, und ihre Composition verdankt man nach einer Ucberliefe-rnng dreien italienischen Künstlern, und nach einer andern dem Germain Pilon,der in der Gegend von Sablo geboren war. Alle diese Statuen und Gruppennun aus dem fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert werden im Lande unterdem Namen der Heiligen von Solenne verstanden. Man zählt hier ungefährviernndzwanzig Figuren, ein Umstand, der an die zahlreichen Statuen derKirche zu n»serer lieben Frau von Caionville, neben der alten Abtei Fonte-nelle, erinnert, welche in den gallischen Landen einen sprichwörtlichen Ruferlangt haben.

Alle alten Klöster mußten dem zerstörenden Arme weichen, welchen dieHabsucht der Eroberer alsbald gegen die festesten Mauern erhob, die abergewisser Maßen Widerstand zu leisten schienen, da zu ihrer Vernichtung Jahreerforderlich waren. Und noch heutzutage findet man von ihnen einzelne Maner-stücke. Ach! es sind gültige Beweise einer-gewaltthätigen Zerstörungswuth!