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1 (1845)
Entstehung
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unter die Mitglieder des Ordens aus, wobei er die Arbeit nachder Fähigkeit und der Vorliebe eines Jeden map, diesen die Samm-lung und Anordnung des Materials, jenen die Ausfeilung undSchätzung ihres Nutzens aufgab. Weder eitler Stolz, noch Strebennach Lob, noch das Bedürfnip einer erbärmlichen Belohnung be-geisterte die Söhne des heiligen MaurnS zur Betretung der schrift-stellerischen Laufbahn. Verschwieg man ja die Namen der Geschick-testen, und hatte sich keiner wegen seines Unterhaltes zu bekümmern,und so nun arbeiteten denn die Meisten von reiner Liebe zur Wis-senschaft entflammt. Und auch rücksichtlich des Verdienstes und derGröße der unternommenen Werke hat es sich gezeigt, daß cs keineAkademie der Wissenschaften gibt, der die Congregation des heiligenMauruS nicht vortheilhaft an die Seite gestellt werden könnte.Das Alterthum und die Geschichte haben ihr um so mehr zu dan-ken, weil ihre Mitglieder bei ihren Forschungen sich nur von deredlen Wahrheitsliebe leiten ließen.

Und bei all' dieser ihrer Aufrichtigkeit, ihrer unbesiegbarenNeigung zu allem Wahren und Rechten, ihrem erleuchteten, un-partheiischen Urthcile hat man kein Recht, ans einigen Schriften zuschließen, die Mönche des heiligen Maurus haben allmählig dierechtmäßigen Ansprüche der Päpste oder der Jesuiten angefochten,welche die Wissenschaft unter einem vielleicht verschiedenen, aber ebenso nützlichen Gesichtspunkte betrachteten. ES giebt nur Eine Wahr-heit, der die Jesuiten so gut als die Benediktiner huldigten. Dochdie französische Revolution hat die Congregation des heiligen Maurusvernichtet, und die gelehrte Welt mit Schmerz über ihren Sturzerfüllt.

Vergebens baten im Jahre 1815 die noch lebenden Ucber-bleibsel dieser Congregation um die Erlaubnis!, sich wieder vereini-gen zu dürfen. Sie machten weder auf ihre einstigen Vorrechte,'noch auf ihre Neichthümer Ansprüche, und wären glücklich gewesen, inihrer kleinen Gesellschaft den Geist ihres heiligen Patriarchen wie-der beleben, glücklich gewesen, in ihr die Regel und ihre Statutenso genau als die Umstände erlaubt hätten, beobachten zu können,und hätten sich der Leitung kirchlicher und bürgerlicher Hoheit unter-worfen. Allein ihrem Wunsche entsprach man nicht. Und dochGesch. der Mönchsorden. I. 13