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1 (1845)
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192
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Schooße die Upbungeu des Geistes und die wissenschaftlichen Be-schäftigungen niemals verschmäht wurden. ' Ließ auch die Strengeder Klostcrzncht in dieser Congregativn nach, wie cs ja auch in denandern der Fall war, so verstand man bald, wie Noch cs that,den Studien zu lieb, welche die Mönche in Anspruch nahmen, ver-schiedene Milderungen zu gestatten. Die Novizenhäuser wurdengelehrte Schulen, in denen die Adspirantcn einem regelmäßigenEurse folgten, und durch tiefe, systematische Studien sich zur Auf-nahme in den Orden vorbereiteten.' Diese Mönche nun wurdendurch ihre innere Einrichtung in ihren wissenschaftlichen Arbeitenauf eine so bewunderungswürdige Weise unterstützt, und warendurch Entfernung von jeder Unruhe und durch ihre Unabhängigkeitvon jeder äußern Sorge so glücklich begünstiget, daß es unter ihnensehr viele gab, welche bald berühmt wurden, und mit unauslöschbarenBuchstaben den von nun an berühmten Namen des heiligen Maurusin die Literaturgeschichte schrieben. Diesen Gelehrten verdankt mandie schönen und vortrefflichen Ausgaben der griechischen und latei-nischen Kirchenväter. Unter ihnen glänzten besonders: Montfaueon,Mabillon, Ruinart, Maffuct, Tassin, Mcnard, d'Achery, Toustain,lc Nourri, Martianay, Sammarthanus, Martüne, Blampin u. s. w.^

Es bleibt aber den Hcrabwürdigern des KlvsterstandcS dieZuflucht zu dem Vorwurfe, daß ähnliche, aber ganz weltliche An-stalten, wie unsere Akademien und gelehrten Gesellschaften, derWissenschaft eben so große Dienste hätten erweisen können, nun nichtmehr übrig; denn gerade dem engen Bande, gerade dem unbedingtenklösterlichen Gehorsam verdanken wir die Vollendung so vieler großerund schwieriger Werke. Wenn es sich nämlich um die Unterneh-mung einer wissenschaftlichen Arbeit handelte, welche die Kräfteeines Einzelnen weit überschritt, so theilte der General die Rollen

' Zur tüchtigen Ausbildung der jungen Religiösen bestanden in jeder Pro-vinz zwei Novizenhäuser, aus welchen die Novizen nur in andere Klöster ver-setzt wurden, um ein abermaliges Noviziat von zwei Jahren zu bestehen, eine»fünfjährigen Curs in den Studien der Philosophie und Theologie durch-zumachen, und dann erst ein Jahr lang in sich zu gehen (un deliecoUeetion), nud sich gehörig zu sammeln, bevor sie die Priesterweihe em-pfangen könnten.

- Brrgl.'hierüber Herbst, die Verdienste der Mauriner, in derTübinger theol. Quartalschrist Jahrg. 1833 und 1834.