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Die alten Eisterzicnser weigerten sich, diesem Beispiele nachzu-kommen, und nahmen ihre Zuflucht zu Verfolgungen. Allein siebeschleunigten durch ihre Schritte nur ein für die Fcuillantcn vor-theilhaftcs Ergebniß. Denn Johann de la Barriöre nahm seine Zu-flucht zu dem Papste Sirius V. Dieser billigte im Jahre 1586und 1587 diese Verbesserung, gebot den Cisterziensern Schweigen,und unterwarf die Feuillanten dem Abte von Cistcaur nur in solchenDingen, welche ihrer strengen Observanz nicht zuwider liefen. Fernerertheilte ihnen derselbe Papst die Erlaubnis;, sowohl Mönchs- alsNonnenklöster ihrer neuen Verbesserung zu errichten, ja gab ihnensogar zn Rom das Haus der heiligen Pudentiana, zu dem späterein sehr schönes Kloster kam. König Heinrich III. wünschte einsolches Kloster zn Paris, und wies daher dem neuen Orden einprächtiges Haus in der Straße St. Honorö an, das er mit 60 Re-ligiösen bevölkerte, an deren Spitze Johann de la Barriöre selbsterschien. Unter einer Bedeckung von 50 Kürassieren hatten sie dieganze beschwerliche Reise nach Paris barfuß, sogar ohne Sandalen,gemacht, ohne auch nur einen Finger breit von ihren so strengenSatzungen abznweichcn.
Der unheilschwangere Krieg der Ligue war ausgebrochen;Johann de la Barriöre hielt treu an dem Könige, dein er nach dessentraurigem Ende zu Bordeaux die Leichenrede hielt. Allein vieleseiner Religiösen hatten die Partei der Liguisten ergriffen. Derbekannteste unter ihnen ist Bcrnard de Montgaillard, der kleineFcuillant geheißen, welcher beim Einzug Heinrichs IV. in Paris mitder spanischen Besatzung die Stadt verließ, und für sich und seineFeuillanten vom Erzherzog Albrecht in Flandern die Abtei Orvalerhielt.
Der gute Johann de la Barriöre mußte seine Treue und An-hänglichkeit an den König schwer büßen. Vor das Tribunal derInquisition gestellt, weil er durch seine dem König bewiesene Treuegegen das Interesse der römischen Kirche gehandelt habe, antworteteer auf alle an ihn gestellten Fragen: „ich weiß, daß ich ein armerSünder bin." Deßwcgen mußte er die Würde eines Abts nieder-legen, durfte fürder nicht mehr Messe lesen, und mußte sich jedenGcsch. der Mönchsorden. I. 11