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laus als Commeude ab. Er begnügte sich nicht mit dem bloßenGennß der Einkünfte seines Beneficiums, sondern trat im Jahre1575 nach großem inneren Kampfe selbst in den Orden. Da ihmaber seine Verbesserungsversuche Verfolgungen zuzogen, so faßte derfromme Verbesserer den heldcnmüthigen Entschluß, in der EinödeSchutz gegen böse Zungen und gegen die Anschläge der Bosheit zusuchen. Vorerst aber wendete er sich noch an seinen Lehrer Arnaudd'Ossat; dieser widerriet!) ihm jedoch von Rom aus (er war unter-dessen Cardinal geworden), indem er ihm vorstellte: „die Einsam-keit nicht in den Wäldern und in den Höhlen der Erde zu suchen,wo -er weder dem Nächsten Dienste leisten, noch die Gebote derKirche erfüllen, noch den Pflichten, die er mit der Priesterweiheauf sich genommen, Genüge thun könne; er könne ja mitten unterseinen Brüdern ein Einsiedler seyu, so er nur das Stillschweigenbeobachten und den Anforderungen seiner Regel gemäß leben wolle."Johann folgte diesem Rath, und trat mit aller Energie als Verbessererauf. Seine Strenge sagte den verwöhnten Mönchen freilich sowenig zu, daß sie sämmtlich davon liefen, und Johann vier Jahrelang allein im Kloster war. Unterdessen gewannen ihm jedoch seineTugenden Schüler und Anhänger, und im Jahre 1577 war ihreAnzahl bereits so groß, daß es augenscheinlich war, Gottes Segenruhe auf den Bemühungen des frommen Verbesserers. Dabei warer ernstlich darauf bedacht, wie er die alte Ordnung der Cister-zienscr in seinem Kloster wieder zur Blüthe bringen könnte. Da esaber die Erfahrung nur allzuoft gelehrt hatte, daß cs, wenn andersdas Werk gelingen soll, nicht genug ist, die Beobachtung der ur-sprünglichen Regel zu befehlen, so legte er seinen Mönchen strengeund beinahe übermäßige Abtödtungen auf. Diese Mönche gingenbarfuß, ohne Sandalen, und mit bloßem Haupte, nahmen ihreErfrischungen auf dem Boden knieend, enthielten sich selbst in Krank-heiten vom Weine und beschäftigten sich wieder mit Handarbeiten,welche man in dem Grade, als der Cisterzienserordcn gewachsenwar, vergessen hatte. Sie aber führten die Handarbeit theils zurErhöhung ihrer geringen Einkünfte, theils aber auch darum ein,weil Mangel an Thätigkeit selbst fromme Seelen ins Verderbenstürzt.