119
sondern fuhren vielmehr fort, sich auf dem Generalkapitel des Ordensvertreten zu lassen.
Aus dem bisher Gesagten folgt, daß die Anstalt der Cister-zienscr zwar dem gewöhnlichen Schicksale nicht entgehen konnte, daßsie aber doch, indem ihre Kraft Ine Jugend verlängerte, länger,als viele andere dem Angriffe des Verderbens trotzte. Der innereGrund aber dieser Ausdauer liegt in dem Geiste, der den Ordendnrchglühte, das heißt, in der ziemlich lange bewahrten Beobach-tung der Ordensregel und in seinen vom heiligen Stephanus sowunderbar berechneten Bestimmungen.
Caspar Jogclinus, ein Deutscher, sammelte mit allem Fleißedie Geschichte von 791 Cistcrzienserklöstcrn. Nach seiner Eintheilungzählte dieser Orden:
209 Klöster in Frankreich;
13 „ „ Lothringen;
4 „ „ Helvetien;
29 „ „ Ungarn;
17 „ „ Polen und Liefland;
23 „ „ Böhmen und Mähren;
58 „ „ Spanien;
11 „ „ Portugal;
104 „ „ Italien;
128 „ „ England, Schottland und Irland;
15 „ „ Dänemark;
4 „ „ Schweden;
4 „ „ Norwegen;
13 „ „ Burgund;
37 „ „ Belgien;
7 „ „ Griechenland und Cypern;
6 „ „ Asien und Afrika.
^682
Außer diesen nennt er noch 109 solcher Klöster in Deutschland,und giebt von ihnen eine bis ins Einzelne gehende Geschichte.
Allein dieser mächtige Körper unterlag dem Geiste und demnagenden Zahn der Zeit, und von einem Orden, der einst seinenGlanz über so viele Länder verbreitete, und sie lange mit seinem