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gestanden und Guido als ihren obersten Meister anerkannt zu haben.Aber sämmtliche Brüder waren noch Laien. >
Diese Anstalt nun wurde im Jahre 1198 von Jnnocenz III.gutgeheißen und bestätigt. Derselbe Papst wollte zu Rom einHospital haben, das dem von Montpellier ähnlich wäre und nanntees Santa Maria imSassia. Als es aber später eine größere Anzahlsolcher Anstalten gab, so wurde Roms Hospital der Hauptsitz dies-seits des Gebirges genannt; Montpellier aber blieb der Hauptsitz desOrdens jenseits des Gebirges und war von dem erstem unabhängig.An dem Spital zu Rom sollten wenigstens vier Geistliche angcstclltsein, ihnen, neben täglichem Gebet für die Päpste, Bischöfe undCardinäle, die geistlichen Verrichtungen an demselben obliegen, sieunmittelbar dem Papst unterworfen sein. In die übrigen Angelegen-heiten des Spitals hingegen hätten diese Geistlichen sich nicht zumischen, sofern sie nicht der Meister oder dessen Stellvertreter damitbeauftrage. 2 Die aus Eugen III. folgenden Päpste verliehen denHospitalitern des heiligen Geistes mehrere Vorrechte. Engen IV.gab ihnen sofort die Regel des heiligen Augustin, ohne jedoch ihreursprüngliche Bestimmung zu ändern.
Den drei Ordcnsgelübden fügten sie noch ein viertes bei, näm-lich den Armen dienen zu wollen, welches in folgenden Wortenbestand: „Ich weihe mich Gott, dem heiligen Geiste, der heiligstenJungfrau und unfern Herrn, den Armen, um Zeit meines Lebensihr Diener zu sein u. s. w." Die französischen Könige beschütztendiese Stiftung, es erhob sich eine ziemlich große Anzahl solcherHäuser in Frankreich, und sie erhielten nach und nach den Titel„regulirte Kanoniker." Auf ihrem schwarzen Habit, auf der linkenSeite der Brust trugen sie ein weißes, doppeltes, zwölfspitzigesKreuz. Ihr letzter General in Frankreich war der Cardinal Po-lignac, nach dessen Tode man ihnen die Freiheit, Novizen aufzunehmenund die Gelübde ablegcn zu lassen, entzog, und so bestanden sie vorder Revolution im Jahre 17H9 nicht mehr im Reiche.
Man weiß nicht genau, zu welcher Zeit sich diesem OrdenNonnen beigesellten, um für Kinder von zartem Alter Sorge zu
> Bergt. Hurter, Geschichte Jnnocenz III. Bd. 4. S. 224.
> Bergt. Hurter a. a. O. S. 225.