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1 (1845)
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schnitt«: an band sich der Orden weniger an die Strenge seinesStandes, widmete fortan den Kranken geringere Sorgfalt, und ver-brauchte die zu ihrem Dienste bestimmte Zeit lieber zu Genüssen desLebens. Die reichen Einkünfte, die zur Linderung der Leiden be-stimm waren, vermehrten, da sie nun nicht mehr zu ihrem Zweckeverwendet wurden, nunmehr blos den Wohlstand der Canoniker.Wenn man übrigens gerecht sein will, so muß man zugebcu, daßdieser Orden während der Religionskriege des 16tcn Jahrhundertsin Frankreich alle Wuth der Häretiker erduldete, welche ihm einengroßen Theil seiner Güter nahmen. Nnerachtet einer im Jahre1616 von dem Gcneralabt Anton Brunel von Gramont unternom-menen Verbesserung, die aber nicht in allen Häusern des OrdensEingang fand, vereinigte man ihn im Jahre 1774 mit dem Mal-teserorden, und in der Folge unterlag er dem Schicksale derSäkularisation. '

Hospilaliler zum heiligen Seistc.

Gegen das Ende des 12tcn Jahrhunderts bildete sich außer denMönchen des heiligen Antonius eine Anstalt zur Linderung derArmen, Kranken, sowie der gefundenen und verlassenen Kinder,welche uns die Mitte zwischen diesen Mönchen und den Hospitaliterndes heiligen Johann von Gott zu halten scheint. Es ist der Ordender Hospitaliter und Hospitaliterinncn des heiligen Geistes, der vonGuido, einem Sohne Wilhelms, des Grafen von Montpellier, ge-gründet wurde. Guido opferte sich selbst mit mehreren Mitarbeiterndiesem Werke christlicher Liebe, nahm, wie sie, den Habit, undgab ihnen eine Regel. Die Stiftung fand Beifall und Unterstützungdurch Vergabungen, und in Kurzem Nachahmung in andern StädtenFrankreichs. Auch in Rom wurden bald zwei solcher Häuser ein-gerichtet. Alle scheinen mit dem von Montpellier in Verbindung

> Außer ihren Verpflichtungen als Hospitalmönche hatten sie wöchentlichdrei Abstinenztage und noch manche andere, als die von der Kirche allgenieinvorgeschriebenen Fasten.

Ihre bedeutendsten Klöster (Cvmthureien) in Deutschland waren: Mor-kirchen, Höchst, Alzei, Frankfurt a.M., Lichtenberg, Eilenburg, Braunschweig,Lübeck, Memmingen u. s. w.

«Lesch. der Mönchsorden. I.

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