Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
80
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sieben elenden Hütten,, welche sie daselbst zum Zweck eines Ercmi-tenlcbenS erbauten, so wie ein Oratorium waren im Jahr 1084die erste Grundlage des nachmals so berühmt gewordenen Karthäu-serordcns.

Von diesen Mönchen glaubte man, sie seien von der Regel desheiligen Bencdiktus, und auch Mabillon meinte, sie hätten sich inmehreren Punkten nach derselben gebildet. In der That aber gabdas Leben des heiligen Bruno, welches die Stelle einer Regel ver-trat, ihnen ein Beispiel einer gewissen Selbstbeherrschung und einerso strengen Selbstabtödtung, an welche bis jetzt die Benediktiner kaumgedacht hatten. Durch ein beständiges Schweigen und durch einetiese Sammlung des Geistes heiligten die Karthäuser ihre Zurück-gezogenheit; und waren dies noch zwei eigenthümlichc ans demLeben der alten Einsiedler übrig gebliebene Züge. So bildete sichjene ernste Eremitengesellschaft, deren stets geschlossenem Munde nurvon Zeit zu Zeit daö SchrcckenSwort:silvmmilo mori" entwischte,d. i. gedenke des Todes, mit- welchem Spruche sie einander begrüß-ten. Außerdem hörte man von ihnen nur einige monotone Psal-mengesängc, und sie glichen in ihrer vollkommenen Abgeschiedenheitfast Gespenstern. Die tiefste Vergessenheit der Welt und ihrer Freu-den, die gewissenhafteste Aufmerksamkeit auf die Unterdrückung derleisesten Begierden des Herzens: Alles dieses erhöht bei den Kar-thäusern das Verdienst einer Anstalt, in deren Schooße man mehrdenn 700 Jahre die Annehmlichkeiten eines ruhigen Lebens, unge-achtet der unerhörten Abtödtungcn, welche dessen Lauf bezeichneten,kosten konnte.

Als der heilige Bruno im Jahr 1090 dem Rufe seines Schü-lers, des Papstes Urban II-, Folge leistete, und seine friedliche Wüsteverließ, um sich mitten in das geräuschvolle Nom zu begeben, dabot seine Reise, weit entfernt, die neue Stätte der Zurückgezogenheitzu erschüttern, dem heiligen Bruno Gelegenheit dar, eine zweite ganzähnliche Anstalt zu gründen. Er zog sich nämlich, nachdem er auf

zahl richtig ist, so muß man zugeben, daß sie der Zeit der Bekehrung desheiligen Brmw sehr nahe kvinmt. Andere gehen im entgegengesetzten Sinneweiter und behaupten, es sei zweifelhaft, nb der heilige Brunn je nach Parisgeknmmen sei, und sei falsch, daß er daselbst den Dvktvrhut empfangen habe.