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1 (1845)
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seine wiederholten inständigen Bitten hin die Erlaubnis;, Rom zuverlassen, vom Papste erwirkt hatte, in eine Wüste Calabriens zu-rück und verpflanzte so den Keim seiner strengen ernsten Anstaltauch auf den italienischen Boden. Hier starb er im Jahr 1101.

Beim Tode des Stifters gab es also in Frankreich und Italiennur diese zwei Karthäuserklöster, was keineswegs befremden darf.Denn man konnte nicht anders an die Aufnahme und an daS Ver-bleiben in diesem Orden denken, außer man habe so mit der Weltgebrochen gehabt, daß jede Wiedervereinigung mit ihr unmöglichgewesen wäre, und sei ganz von der Gnade beherrscht gewesen,deren freundliche Leuchte uns die Nichtigkeit der irdischen Leiden-schaften in ihrer ganzen Größe darthut. Man würde erstaunen,wenn man sähe, wie selbst im Falle einer gefährlichen Krankheitdie harten Vorschriften der Regel, z. B. die Enthaltung von Fleisch-speisen, streng beobachtet wurden.

In der That ist es auch besser, einige Einzelne unterziehen sichbedeutenden Mühen und Beschwerden, als daß man die Zucht einesganzen Ordens durch einige Dispensen, die sich bald vermehrenwürden, weil man sie am Ende leicht und selbst grundlos gestattete,in Zerfall gerathcn sieht. Allein vielleicht ist gerade die Langsam-keit, mit der sich der Karthänserordcn verbreitete, die Ursache, warumer sowohl an Strenge als an Festigkeit alle vor und mit ihm be-stehenden Orden übertraf; denn man konnte sich schon beim erstenBlicke von dem guten Willen und dem Gehorsame der Mönche über-zeugen. Und da andrerseits das Leben der Karthäuser nichts Ver-führerisches darbot, das frevelnde und unüberlegte Geister hätte ansich ziehen können, so hatte man keinen Grund zu der Besorgnis',dieser Orden möchte ausarten und in Zerfall gcrathen.

Er eristirte lange, bis man es unternahm, zum erstenmaleseine Ordensregeln anfzuschreibcn. Schon der Titel der Sammlung:Gebräuche und Gewohnheiten des großen Karthäuser-klosters" zeigt au, daß diese Maßregel nicht durch das Bedürfnishervorgerufcn wurde, irgend einem Verfalle zu steuern. EinenAuszug davon (Omtusigo Lonsu6tmlin68, Gewohnheiten der Kar-thause) verdanken wir Guigo, dem fünften Abte des Karthäuser-klosters. Nach den Handarbeiten, welche den Einsiedlern vorge-

Gesch. der Mönchsorden. I. 6