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ihn auch nur im geringsten verletzte: er erzählte sogar, daß, als er schonzum Hcrausgehen bereit gewesen, ihm sein Manipulum von derHand gefallen sei, und er sich umgcwandt habe, um cs mitten inden Flammen auszuheben.
Bald aber standen auch die Mönche von Vallombrosa vonihrem Einsiedlerleben ab und vereinigten sich in den Klöstern. Val-lombrosa selbst, das Mutterkloster, hatte dem Frauenkloster St. Hi-larius gehört, allein der milde Sinn der Frauen schenkte cs denfrommen Einsiedlern, mit der Bedingung, daß die Aebtissin stetsihren Superior wählen sollte. Allein die Klosterfrauen verfielennach und nach in eine solche Sittenlosigkeit, daß sie PapstAlexander IV. im Jahre 1255 in andere Klöster versetzte und dieAbtei St. Hilarius den Söhnen des Johann Gualbcrt schenkte.Der strengen Observanz ungeachtet meldeten sich täglich mehr, diedas Ordcnsgewand anzuzichen wünschten, und so sah sich JohannGualbcrt genöthigt, neue Klöster zu errichten, und es erhoben sichderen nicht wenige in Italien. Im Schooße dieses Ordens entstandeine Einrichtung der Art, daß der Mönchstand auch der niedrigstenund am wenigsten begüterten Klasse der Gesellschaft zugänglich ward,wir meinen die Laienbrüder, i
Der Stifter dieser Einrichtung, welche zwar die Quelle mancherMißbräuche wurde, verdient den Dank der Mönche. Jemehr die Hände-arbcit, welche nach der Regel des heiligen Benediktus ausdrücklichzur Pflicht gemacht war, den Mönchen zur Last geworden war,desto zufriedener konnten sie die Errichtung eines Standes anneh-men, der sie gewissermaßen von dieser Aufgabe befreite. Als eineMenge Leute jeden Alters und Standes in das Kloster eintrat, gabes Viele unter ihnen, welche, mit den einfachsten Kenntnissen un-bekannt, nicht einmal lesen und schreiben konnten, und deswegenzum Dienste der Kirche unbrauchbar waren. Diese nun mußten
' Anfangs nannten sich alle Mönche „Brüder," weil sie in Gemeinschaftlebten, nur Eine Familie ansmachten und einem und demselben Obern, densie ihren Pater (Vater) nannte», gehorchten. In der Folge blieb dieser Namenoch denen unter ihnen, welche nicht Priester werden konnten, und die manfolglich Laienbrüder nennt, welche untergeordnete Mönche sind, die Dienerderer, welche man Chormönche oder Patres (Väter) heißt, wie die weitereDarstellung zeigen wird.