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dem Kloster auf eine andere Weise nützlich werden, sey es nundurch ihre Körperstärke, oder durch die Geschicklichkeit ihrer Hände.Von dieser Epoche an bildeten sie daher im Kloster einen gewissen nie-drigen Stand, dessen Mitglieder sich durch ihr Aenßcrcs, ihren ganzgeschornen 'Bart und Haar von den übrigen Mönchen unterschieden;die Priesterweihe konnten sie nicht empfangen, legten aber nichtsdesto weniger die drei feierlichen Gelübde ab. Man nannte sie auchConversi > (Bekehrte), weil sie sich dem Kloster anvcrtrantcn, umin ihm ein besseres Leben als in der Welt zu führen. 2 Die Mönchefanden bei dieser neuen Einrichtung Muße, sich fleißig wissenschaft-lichen Beschäftigungen zu widmen, oder ein ruhigeres Leben zu ge-nießen; der Wohlstand der Klöster aber wuchs durch das Zuströmengeschickter und kräftiger Handwerker. Freilich entstanden auch Feind-schaften und innere Entzweiungen. Denn war es möglich, daß die höhereStellung der Mönche chch nicht auch manchmal den Laienbrüdernauf eine etwas harte Weise fühlen ließ? Andrerseits hatten die,welche durch ihre Beschäftigungen in häufigen Verkehr mit der Weltgesetzt wurden, nicht immer das Glück, ihre Sittlichkeit vor derenEinflüssen zu bewahren und bildetet: bei mehreren Gelegenheiteneinen auffallenden Kontrast mit der Heiligkeit ihrer Anstalt. ^
Außer in Italien wurde der Orden von Vallombrosa nirgendsmehr vollständig cingeführt; und nur in Frankreich erhielt er 1094das schöne Kloster Corneillac bei Orleans, und erst zweihundertJahre später zählte er Nonnen. Im Jahre 1265 gründete nämlicheine adelige Dame aus Faenza, Namens Rosana Altimonte, vereh-lichte Oaccia Nemici, das erste Frauenkloster dieser Regel. Diese
' Selbst in manchen Frauenklöstern sehr strengen Ordens, wie bei denClarisstnnen n. s. w., giebt es bekehrte Schwestern, einzig zum Dienste des Klo-sters bestimmt, die aber auch die Ordensgelübde ablegcn.
2 Ja! Gualbert ging noch einen Schritt weiter und führte zur Handhabungder Ordnung in der Hanswirthschaft Laienschwestern in grauer Kleidungmit schwarzem Schleier ein und ließ sie unter Aufsicht eines alten Laienbrudersin dem Hause wohnen. Der Umstand, daß sie schon nach hundert Jahren nichtmehr im Orden gefunden werden, scheint der Erbaulichkeit ihres Wandels nichtdas glänzendste Zcugniß zu geben.
r Indessen brachte dieser Orden auch bedeutende Männer hervor. Der alsSchriftsteller bekannte Ordensgeneral Ascanio Tamburin! und die Päpste Gre-gor VII. und Pascal II. werden dieß Zeugniß bestätigen.