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1 (1845)
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redete Zeichen mittheilen. Durch das Verbot deS Genusses vonFleisch bezweckte der heilige Odo eine Abtödtung des FcuerS derLeidenschaften; durch Wiedereinführung der Gütergemeinschaft be-gegnete er den Unordnungen, welche Folge zu großer Reichthümer sind.Nebrigens vermehrte er die Hebungen der Frömmigkeit nicht über-mäßig, und beschränkte dadurch nicht den wohlthätigcn Eifer und dieArbeitsamkeit der Mönche. So erfüllte denn auch diese Regel ihrenStifter mit Ruhm, und durch sie gelangten die Cluniacenser bis zujenem Grade von Hoheit und Ansehen, von Würde und Reich-thümern, wie sie ihn in den ersten Jahrhunderten ihres Bestehensgenossen. Bereits unter Odo's segensreicher Leitung schloß sicheine Menge anderer französischer und italienischer Klöster an dieneue Reform au. Edclleute gaben sich mit all ihren Gütern, ja mitihren Kindern als Oblaten hin, nahmen das Ordcnsgewand undübergaben ihre Frauen und Töchter an Nonnenklöster. Auf dieseWeise verschwinden uns manche adelige Geschlechter in den Annalender Profaugeschichte. Unter dem Abte Aymard, welcher im Jahre942 auch dein heiligen Odo folgte, begab sich ein reicher Edelmannmit seiner Gemahlin und sammt allem seinem Vermögen in dieLehensabhängigkeit der Abtei, um an ihren Verdiensten Theil zuhaben, ein Beispiel, das eine Menge Nachahmer fand und so dieReichthümer der Klöster vergrößerte. Der heilige Mayolus, welcherim Jahre-965, als der vierte Abt von Clugny an Aymard'ö Stelletrat, verbesserte viele Klöster in Italien; allein sein Ruhm wurdedurch den des heiligen Odilo, der auf ihn im Jahre 994 folgte,verdunkelt. Nicht nur verschaffte dieser Letztere, indem er klugerWeise Milde mit Strenge verband, der Verbesserung Clugny's einenbeinahe allgemeinen Eingang in den Klöstern; sondern auch Casimir,ein Sohn Miceslaw's, des Königs von Polen, welcher in seinerAbtei Mönch gewesen war, wirkte nachmals zu gleichem Zwecke.Als er zum Könige von Polen erwählt und vom Papste Benedikt IX.von seinen Gelübden entbunden worden war, da sah der heilige Abtzur Genugthuung, wie dieser Fürst in Polen mehrere Klöster gründeteund sie der Congregation von Clugny cinverleibte. Die Liebe desheiligen Odilo aber erstreckte sich sogar zu den Todtcn, welche der gött-lichen Gerechtigkeit noch nicht vollends genug gethan hätten, und so -