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1 (1845)
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wnßtsein ihrer Macht und ihres Einflusses aber weckte in Mehreren denGedanken, daß sie dieser Stütze entbehren konnten, und sie drücktenbald den Wunsch ans, sich allmählig von dieser lästigen Aufsichtfrei zu machen. Indes waren die Bischöfe hierin nicht ganz un-schuldig. Da sie nämlich die Einkünfte der Klöster kannten, misch-ten sie sich in deren ökonomische Verwaltung und traten den Rechtender Mönche zu nahe, indem sie die Würde des Abtes für sich selbstoder ihre Verwandten forderten. Die Klagen der Mönche gegen dieBischöfe wurden stets lauter, bis endlich einige Klöster dem bischöf-lichen Einflüsse sich gänzlich entzogen, und sich unmittelbar dem Papsteunterstellten. Diese Arten von Klöstern wurden cremte (freie, mona-Ltei'is oxomta) genannt. Die Eremtionen (Befreiungen von derGerichtsbarkeit des Bischofes) wurden stets häufiger und zwar ausdem doppelten Grunde, weil die Päpste die Mönche, welche ihretreuesten Diener waren, gerne mit dem heiligen Stuhle enger ver-binden mußten, und diese hinwiederum einen großen Werth darauflegten, nicht mehr unter gehässigen Aufsehern zu stehen. Die bestenKritiker haben die Deklamationen, zu denen die Eremtionen Veran-lassung gaben, mit Gerechtigkeit gewürdigt. Sie verheimlichten ihreNachtheile keineswegs; aber sie sahen zugleich ynch ein, daß eSin jener alten Zeit zur Anfrechterhaltung der Einheit, so wie zurUnterdrückung vieler Mißbräuche zweckdienlich war, daß der Papstin gewissen Sprcngeln unmittelbar selbst die Gerichtsbarkeit ausübte.Dadurch war er gewissermaßen überall gegenwärtig und man wurdegewohnt, der Stimme des höchsten Hirten mit mehr Achtung zugehorchen.

Wenn auch der erste Verbesserungsvcrsuch scheiterte, so darfman nichts desto weniger ans den festen Willert seines Urhebersrechnen. Der heilige Benedikt von Anianc (750821), geboren inder Languedoc, verzichtete auf alle Vortheile, welche ihm einevornehme Geburt darbot, nur in seiner Selbstverläugnung und inder Strenge seiner Bußübungen mit den ersten Stiftern des Kloster-lebens zu wetteifern. Die Regel des heiligen Benedikt schien ihmfür Novizen und für schwächliche Leute geschrieben zu sein, er glaubtesich darum einen besonder» Weg bahnen zu müssen, und erbauteso mit einigen Schülern gegen das Ende des Jahres 780 das