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1 (1845)
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sonders das unschätzbare Vorrecht, den Leichnam des heiligen Be-nedikt besitzen zn dürfen, trugen nicht wenig dazu bei, diese Regelin Frankreich allgemein zu machen. Eine gleiche Berühmtheit er-hielten in diesem Reiche die Klöster Saint-Denis, Chaise-Dien(Stuhl GotteS), Saint-Victor, Corbie u. s. w. In Deutschlandwaren die berühmtesten ältesten Bencdiktinerklöstcr das zu Weißen-burg (vordem unter der Regel des heiligen Columban), St. Gallen,Fulda, Reichenau, ' Prünn, Salzburg, St. Emcran in Negensburg,und jenseits des Meeres Bangor und St. Alban.

erste» Stockwerke des Thurmes war das Oratorium der Aebte. Die Mönchevermauerten nach dem Concordat Frau; I., welcher ihnen Commendenäbte vor-setzte, die Fenster, und schafften die Chorstühle fort. Als Franz I. nach Fleurykam, befahl er den Sankt Michaelsthnrm, welcher die Loire beherrschte, abzu-brechen. Im Jahre 1002 und 1000 wurde das Kloster ein Raub der Flammen;ein Theil der Gewölbe des Chores und Kreuzes der Kirche zur heiligen Mariawurde im Jahr 1107 wieder gebaut. Im Jahre 1496 stellte man wieder mehrerePfeiler her. Der Kanzler Dnprat, der diese Abtei übernahm, ließ die schönenMosaikarbeiten, die das Sanktuarium zierten, ans Italien kommen, undschmückte den Altar mit einem Bogen aus Apremvnt-Steinen, an dessen Stelledie Ghpsverzierungeu kamen, welche der Cardinal Richelieu fertigen ließ,lieber dem Mittelpunkte des lateinischen Kreuzes, den ein großer Bogenbildet, ragt ein Thurm, den Jakob Hebert an die Stelle dessen erbaute,welcher im Jahre 1575 vom Blitz zerstört worden war. Im Kreuz, so wieim Chor, find Kapellen angebracht, unter andern die zum heiligen Benedikt,zur heiligsten Jungfrau und zur heiligen Anna. Die letztere ist seit der Zer-störung der zum heiligen Michael, welche mit dem Klostergebäude zusammen-stieß, die größte. Am Ende der niedern Schiffe befanden sich die Eingänge indie unterirdischen Kirchen, welche im Jahre 1033 gegründet wurden. In derMitte des Chors vor dem Altäre liegt Philipp I. begraben. Dieser Fürst hattedie Kirche zum heiligen Benedikt zn seiner Begräbnißstätte gewählt; sein Grabtrug noch zn dem besonder» Schutze bei, welchen die französischen Könige demKloster angedeihen ließe». Dieß Grabmal selbst wurde i. I. 1793 aus derKirche geräumt; doch wurde wenigstens die Asche Philipp'S geehrt, und dielleberreste dieses DenkmaleS liegen noch halb zerbrochen unter der Borhalleder Kirche. Seit der Wiedereinführung des Cultus dient' die Kircheder Abtei zur Pfarrkirche, indem sie der Eigenthümer den Einwohnern ließ,welche ihm das Kirchlein des Ortes dafür cinränmten, das sofort abgebrochenwurde. Die Abtei selbst wurde ganz zerstört, und man sieht nur noch einigeTrümmer, wo einst berühmte Schulen waren.

> Gerade Reichenau hat eine bedeutende Berühmtheit durch seine Kloster-schnle erlangt. Dieselbe stand schon in der Mitte des achten Jahrhunderts ingroßem Rufe und ihr wurden viele Söhne erlauchter Geschlechter und anderervornehmer Familien zur Erziehung und Bildung übergeben. So wurde ihr