einem Ungethüine, wagten sich näher und verehrten bald in ihmeinen Heiligen. Der Ruf seiner Heiligkeit erscholl in der ganzenGegend. Die Mönche des Klosters Vicovaro wählten ihn zu ihremAbte, und zwangen ihn, dies Amt anzunehmcn. Die Strengeseines Lebens und seine Vorschriften erregten aber unter den VerderbtenHaß, und sie wollten ihn mit Wein vergiften. Als jedoch der MannGottes seiner Gewohnheit gemäß den Wein segnete und das Zeichendes heiligen Kreuzes über ihn machte, da sprang der Pokal inStücke. Allein unter solchen Bösewichtern wollte er nicht mehrbleiben. Er legte daher sein Amt nieder und zog sich wieder in dieEinöde zurück. Der Ruf seiner Heiligkeit versammelte jetzt eine so großeMenge Christen um ihn, welche nach seinem Vorbilde den Pfad derVollkommenheit betraten, daß er vom Jahre 520 bis 527 in derWüste Subiaeo,! eine Tagreise weit von Nom entfernt, zwölfKlöster gründete, und in jedes derselben zwölf Mönche nebst einemObern senden konnte. Dennoch verließ er, von einem eifersüchtigenPriester, Namens Florcntinus verfolgt, seine Gründungen, einDenkmal seines Eifers, und zog sich nach Campanien zurück.
Hier stand noch ein alter Apollotempel, und um ihn der heiligeHain, in dem zuweilen noch Landleute geopfert zu haben scheinen.Benedikt zerstörte das Götzenbild sammt dem Haine, weihte denTempel zu einer Kirche des heiligen Martin und in ihr einenAltar dem heiligen Apostel Johannes und begann mit hinreißenderBeredtsamkeit die Bekehrung der ganzen Gegend. Von allen Seitenströmten Schüler herbei, und so sah er sich veranlaßt, neben derKirche ein Cönobium zu bauen, woraus das weltberühmte KlosterMonte Cassino sich bildete. Benedikt selbst bekleidete in seinerneuen Anstalt die Würde eines Abtes bis zu seinem Tode, der ihnam 21. März 543 in seinem 63sten Lebensjahre von den Mühender Erde in das Haus der Vergeltung hinüberricf. Ein Theilseiner Gebeine ruht noch zu Monte Cassino, das Uebrige kam (653)als heilige Reliquie in das französische Kloster Fleury und verliehdiesem den neuen Namen Saint Benolt sur Loire.
Fast in dieselbe Zeit versetzt man die Geburt und den Tod der
> ^nio. iii monts Irelnlnoimm orNis, Incns ti-es, sinoenitnlo nolnlvs, <>ninomen Geilere, sulüsgneo (Lulimco), (leiert in I'iliernn. ?Iin. Hist. Pi. III, 12.