vier Fastenzeiten und halten mehrere andere Fasten der griechischen Kirchemit der äußersten Genauigkeit. Brod essen sie nur, wenn sie esmit eigener Händearbeit gewonnen haben; Manche von ihnen essenalle drei Tage nur einmal, andere wöchentlich zweimal. Währendder sieben Fastenwochen bringen sie den größten Theil der Nachtmit Beweinung ihrer und ihrer Mitmenschen Sünden zu.
Nur die Brüder nennen sich eigentlich Kalo ger; die Ordens-gcistlichen nennt man Hiero machen Die Non-
nen sind in Klöstern eingeschlossen oder leben getrennt jede in ihremHanse. Alle tragen ein Kleid oder einen Mantel von schwarzerWolle; ihr Haupt ist geschoren, Arme und Hände sind bis aufdie Fingerspitzen bedeckt; jede hat eine abgesonderte Zelle, und allestehen unter einer Oberin. Und doch beobachten sie keine ganzregelmäßige Klausur. Denn der Zutritt ins Kloster ist zwar den griechi-schen Priestern untersagt, nicht aber den Türken, welche die kleinenNäharbeiten, welche diese Nonnen verfertigen, kaufen. Diejenigen,welche nicht in Gemeinschaft leben, sind meistentheils Wittwen, diekein anderes Gelübde gethan, als daß sie über ihrem Haupt einenschwarzen Schleier tragen, und nicht mehr heirathen wollen. Siekönnen frei nmhergehcn nach ihrem Belieben.
In der russischen Kirche nimmt nach der hohen Geistlichkeitdie schwarze Geistlichkeit den ersten Rang ein; sie besteht auöArchimandritcn, aus welchen man stets die Bischöfe und die Vor-steher oder Häupter der Klöster wählt. Die schwarze Geistlichkeitmuß ein abgeschiedenes Leben führen und sich fetter Nahrungsmittelenthalten; ihre Mitglieder dürfen sich nicht verehelichen, wenn sieeinmal in den Orden eingetreten sind; sie halten sich für erhabenüber die Weltpriester oder die weiße Geistlichkeit; in den Klö-stern, wie in den Pfarrkirchen, wird täglich dreimal Gottesdienstgehalten. Peter I. hat die Anzahl der Mönche durch die Schran-ken, die er der Gelübdeablegung, durch Bestimmung eines gewissendazu erforderlichen Alters legte, bedeutend vermindert. Katharina II. be-folgte dasselbe System, nahm den Klöstern ihre Besitzthümer weg, sowie auch die Bauern, die von ihnen abhingen, und ließ ihnen nurnoch die, welche zur Handarbeit nöthig waren. Statt jener Reich-thümer, welche sie nach ihrem Gutachten sich aneignete, setzte sie