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1 (1845)
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leute, vorzüglich Schaaf- lind Ziegenfclle; dazu kam noch bei Wit-tcrungsverändcrungeu eine Kopfbedeckung, in die man das Hauptvon allen Seiten einhüllte (ouLuIIus, Kappe, Kapuze); die Farbeder Kleidung war keine bestimmte; man behielt die natürliche Fär-bung der Wolle bei, weist, schwarz u. s. w. Auch band man sich nochnicht durch Gelübde; höchstens gab man bei der Aufnahme ein Ver-sprechen, das aber wohl wieder aufgehoben werden konnte.

Ucbrigens finden wir in dem Leben des heiligen Pachomiusziemlich genaue Einzelheiten über die Regel, die er seinen Schülerngab.Fasten und Arbeiten waren nach den Kräften eines Jedenbestimmt. Sie genoßen unter Stillschweigen die Mahlzeit gemein-schaftlich, und hatten im Speisesaal das Haupt mit einer Kapuzebedeckt, um einander nicht zu sehen. Diese Kapuze war, wie ihrGewand, das keine Aermel hatte, von grober Leinwand. DieSchultern bedeckten sie mit einem weisten Ziegenfell. Sie empfingenregelmäßig am ersten lind letzten Wochentage das heilige Abend-mahl. Die Novizen (Neulinge) wurden strenge geprüft, eheman ihnen das Klosterkleid anlegte, denn diese Ceremonie sah manals den Eintritt in den Orden an, worauf die Ablegung der Gelübdeerfolgte. Der heilige Pachomius ließ keinen seiner Mönche zumPriester ^ weihen und seine Klöster wurden oft von auswär-tigen Geistlichen versehen. Jedoch nahm er auch Priester auf,welche um die Einkleidung baten, und ließ sie die pricsterlichen Ver-richtungen ausüben. Alle arbeiteten; aber es gab verschiedeneArten von Arbeiten. Nicht ein einziger Augenblick blieb unbe-nützt. Den Kranken widmete man eine große Sorgfalt, und der heiligePachomius tröstete und Pflegte sie selbst. Das Gesetz des Still-schweigens war so streng, daß ein Mönch, wenn er etwas bedurfte,nur durch Zeichen darum bitten konnte. Ging man von einem Ortezum andern, so dachte man über irgend eine Stelle aus der heiligenSchrift nach und sang selbst während der Arbeit Psalmen. Nahmder Tod einen der Brüder weg, so flehten für ihn Alle GottesBarmherzigkeit an, und für die Ruhe seiner Seele brachte mauauch das heilige Meßopfer dar. Leute von schwächlicher Gesundheit

' Der Kampf, ob Priester für das Mönchslebeu geeignet seien, wurdeziemlich lange geführt.