waren nicht vom Kloster ausgeschlossen, der heilige Abt nahm Alleauf, welche wahre Beweise der Berufung au den Tag legten, unddie ein sehnliches Verlangen zeigten, auf dem Pfade der evange-lischen Räthe zu wandeln." >
Diese Schilderung im Einzelnen, welche eigentlich den heiligenPachomius betrifft, wird man leicht mit den ihr vorangehenden Be-merkungen vereinbaren können.
WaS sollen wir nun aus dem Gemälde schließen, das wir vondem Leben der ersten Mönche gaben? Was anders, als daß eineSeele, welche Gott in der Wüste sucht, nur noch an himmlischeDinge denkt, und die Erde vergißt, in der kein Gegenstand ihrerLiebe würdig ist; daß sie in dem Tode nur den glückseligen Augen-blick siehct, in dein sie mit dem höchsten Gute, nach welchem sie sichso herzlich sehnt, vereint wird. Allein auch die Versuchungen folgenuns in die Zurückgezogenheit, und der vom Heiland versprocheneFriede findet sich auch unter den Trübsalcn, wie die Rose unterden Dornen. Denn Gott sprach ja zu seinen Dienern, daß er die Ver-suchung zu ihrem Heile wenden werdet Die Folge dieser Geschichtewird, wenn sie die Veränderungen, die das Mönchthum erlitt, ent-wickelt, darthun, bis zu welchem Grade die Mönche die Bedingun-gen erfüllten, für die ihnen der Himmel angeboten ward.
Drittes Kapitel.
Weitere Entwicklung des Möuchthums im Orient. — Der heilige Basilius derGroße.—Akvimeten.—Zustand des Möuchthums bei seiner Verpflanzung inden Occident.
Hatte bis jetzt der Mönchstand durch die Entbehrungen, dieunzertrennlich mit ihm verbunden waren, die Aufmerksamkeit desVolkes geweckt, und allgemeines Staunen erregt, so mußte
* Leben der Väter und Märtyrer und anderer großen Heiligen nach AlbanButler, bearbeitet von Ilr. Näß und vr. Weiß. Band VI., S. 431 ff.
- I. Corinth X., 13. „Noch hat euch keine Versuchung getroffen, als nachnienschlichem Loose, und treu ist Gott, der euch nicht versuchen läßt über eureKräfte; er wird vielmehr mit der Versuchung auch solche Wendung treffen,daß ihr sie ertragen könnet/'