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1 (1845)
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durch dessen Ermahnungen und Vorstellungen, widmete auch er sichso viel als möglich der Einsamkeit der Wüste. Die Strenge derHebungen, zu denen er sich verurtheiltc, war so groß, daß er vier-zig Tage lang das Bcdürfniß des Schlafes besiegte. Durch einegöttliche Eingebung aufgefordert, vollendete er das große Werk, dasder heilige Antonius begonnen hatte, und ließ ein Gebäude erbauen,das seinem Umfange gemäß eine große Anzahl Mönche aufnehmenkonnte. So wurde im Jahre 325 zu Tabennesus, nahe aneiner Nilinscl, nach Andern auf der Nilinsel Tabenna selbst, daserste wahre Cönvbitenkloster errichtet, in dem man bald etwa hun-dert Mönche zählte. Dies glücklich gelungene Beispiel crmuthigteden heiligen Pachomius noch mehr, andere Stätten für die Zurück-gezogenheit einzurichten, und damit beschäftigte er sich unermüdetbis zu seinem frühzeitigen Tode im Jahre 348 und gründete achtsolche Klöster.

Helpot' versuchte zu beweisen, daß der heilige Ammon (286bis 348) seine Klöster vor denen des heiligen Pachomius errichtethabe, was wir zugebcn, wenn man die Stiftungen des heiligenAmmon nur für Anstalten hält, die mit denen des heiligen AntoniusAehnlichkeit haben; jedenfalls aber hat Pachomius das Verdienst, dieClausur eiugeführt und die Mönche unter Einem Dache vereinigt zuhaben. Was die Meinung betrifft, nach welcher Pachomius auchschon die Verbindungen mehrerer Klöster unter sich (Kongregationen)gestiftet haben soll, so verweisen wir sie unter die Mährchen, aufdie man sich stützte, um ihnen ein solches Aller zuschreibcn zu kön-nen. Unter Congregation (Genossenschaft) versteht man nämlicheine heilige Gesellschaft mehrerer Klöster, die nur Ein Ganzes bil-den, von denen Alle denselben Regeln gehorchen, die durch General-Versammlungen vereinigt werden, die von Zeit zu Zeit zu halten sind,um Obere zu wählen und für Alles zu sorgen, was die Ordens-regeln und die gute Zucht erhalten kann. Auch mit dem bestenWillen könnte man in den Bestimmungen des heiligen Pachomiusdas Urbild dieser Einrichtungen nicht entdecken.

Wie Hilarion das Klosterleben nach Palästina brachte, soverbreiteten es die Schüler des heiligen Antonius und des heiligen

* Geschichte der Kloster- und Ritterorden. I. Bd. S. 47.

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