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1 (1845)
Entstehung
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Lebensweise verharren zu können; alle Pflichten waren da aus soeinfache Hebungen beschränkt, wie treues Verharren in der Zurück-gezogenheit, oder Gebete, Hundearbeit; auch andere Beweise einerglühenden Frömmigkeit beschäftigten die Einsiedler, so daß eine ge-schriebene Regel überflüssig gewesen wäre. Die Zellen, die sie nahebei einander errichteten, wurden Lanren (Mönchsweiler) genannt.

Hilarion, ein Schüler des Gründers des Klosterlebens, ver-breitete dieses ums Jahr 306 nach Palästina, wo sich sehr vieleGesellschaften dieser Art bildeten.

Der glückliche Erfolg dieser Bemühungen steigerte in dem heili-gen Antonius nur das Gefühl seiner Niedrigkeit, er unterwarf seinenKörper von Neuem strengen Büßungen; ja er ging im Jahr 311selbst nach Alexandrien, um die Martyrerpalme zu erringen, dieaber seinem Gluteifcr verweigert wurde. Sonach hatte die Häresiein ihm den heftigsten Gegner und die Arianer erfuhren die natür-liche Weisheit seiner Seele. Auch die Philosophen, die das Chri-stenthum mit ihren Lehren verfolgten, fanden in ihm einen trefflichenWiderlegen Nach Beendigung der Verfolgung nahm er auf demBerge Kolzin, in der Nähe des rothen Meeres, in einer Höhle seineWohnung, seine Schüler aber siedelten sich in seiner Nachbarschaftin dem Kloster Pispir an, und er selbst kam öfter in das Letztereherab, um die Scinigcn zu belehren, Fremde zu trösten und Besuchezu empfangen. Selbst Kaiser Konstantin und seine Söhne, so wieder große Patriarch Athanasius von Alexandrien erfreuten ihn oftmit freundlichen Zuschriften und Besuchen, holten den Trost derFrömmigkeit und Gotteswcisheit bei ihm, und waren eifrig in derBefolgung seiner Vorschriften und Ermahnungen. Den Trost, dener hatte, den heiligen Paulus zu besuchen, haben wir schon obenerzählt.

Solche Beispiele der Frömmigkeit wirkten bezaubernd ans Alle,die davon hörten. Priester verließen ihre Gotteshäuser, Richterihre Aemter, Krieger ihre Fahnen, Reiche den irdischen Mammon,Alt und Jung verzichteten auf die Freuden des Lebens und folgtenseiner heiligen Stimme in der Wüste, wurden seine Schüler undNachfolger. Der heilige Antonius selbst starb im Jahre 356 ineinem Alter von 105 Jahren. Der heilige Makarius von Pispir,