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1 (1845)
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brachte. Uebrigens war die gänzliche Abgeschiedenheit von der Weltgerade keine nothwendige Bedingung.

So muß man schließen, daß der Name Asceten und Mönchein den ersten Zeiten durchaus nicht gleichbedeutend waren. Es gabin der Kirche von jeher Asceten; > das Klostcrlcben dagegen kam erstim vierten Jahrhundert zu Ehren. Allein so wie das Klosterleberrzu Ehren kam und für vollkommner, als das gemeine Leben gehaltenwurde, blieb der Name Asceten auch den Mönchen. Nicht mindergab man ihn auch den Nonnen. In Folge davon nannte manauch die Klöster Aseeterien; besonders aber gewisse Häuser, in denendie Nonnen und Acoluthen die Begräbnisse der Tobten zu besorgenhatten. Die Griechen gaben im Allgemeinen allen Mönchen, denAnachoreten, Einsiedlern und den Cönobiten den Namen Asceten. ?

Eremiten. Der heilige Paulus von Theben.

Doch nehmen wir den Faden der Geschichte wieder auf. Dadie Christenverfolgungen immer blutiger wurden, da der erste Eiferder Schüler Jesu Christi erkaltet war, und sie nicht mehr in so hohemGrade nach dem Ruhme dürsteten, ihr Glaubensbekenntnis mitihrem Blute zu besiegeln, da gaben die verfolgten Christen, durchdas Evangelium selbst dazu ermächtigt (Matth. 10, 23), der Gewalt

» Selbst unter den Aposteln ist uns Jakobus, der Jüngere, genannt derBruder des Herrn, als Ascet bekannt. Er genoß keinen Wein, enthielt sichder Salbungen, warf sich während des Gebetes auf die Kniee nieder, so daßsie mit Schwülen bedeckt waren, u. s. w-

r Und dieß mit allem Rechte. Ascet ist nämlich der Grundbegriff, unterden alle andern als bloße Species gehören. Die besondere llebung der Tugendlaaxyo,? blieb bei allen die Hauptsache; nur die Art und Weise

dieser llebung führte auch zu besonder» Namen. So wurde derjenige einAnachvret genannt, welcher ans dem Geräusche der Welt sich in die Einsam-keit einer Berghöhle oder -dergleichen zurückgezogen (a^a/-o§ki>); Cönobiten aber(von --oi-'o; FL;) hießen jene, die in einem gewissen Distrikte gemeinschaft-lich ihren heiligen llebungen (Ascese) oblagen. Dieser Name eignet sich daherfür alle Mönche, die sich zur Klosterzucht verstanden. Mönch selbst kommt von/--»'a/o; nnd ist soviel als Solilnrins. Faßt man nun die Zurückgezogenheitvom Geräusche der Welt in die Stille des Klosters ins Auge, so wird dieserName /-oi-a/o; auch für die Religiösen des gemeinschaftlichen Lebens nicht mehrunpassend scheinen, zumal wenn man sich an das in den Klöstern fortgesetztebeschauliche Leben, d. i. die innere Einsamkeit erinnert.