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war dazu erschienen, daß er alle, die an ihn glauben vonder knechtischen Furcht vor Gott als einem verzehrendenFeuer,befreitb, sie mit ihm versöhnte, in seine Gemeinschafteinführte und Freudigkeit verschaffte im Hinzunahen zuseinem Gnadenthron. Durch seine liebreiche Anrührungund freundliche Ansprache: Stehet auf und fürchtet euchnicht, beruhigte er ihr erschrockenes Gemüth und stärktezugleich ihren durch Furcht und Schrecken geschwächten Leib.
Nachdem sie sich von ihrer großen Bestürzung erholthatten und ihre-Augen aufhoben, sahen sie nie»mand, denn Jesum allein, an den sie auch alleinvom Vater waren gewiesen worden. Moseck und Eliaswaren weg, die lichte Wolke war verschwunden und dieStimme des Vaters schwieg, nachdem sie befohlen hatteseinen Sohn zu hören. Den Sohn Gottes, ihren Herrnund Heiland, sahen Hie nun auch nicht mehr in seiner Ver»klärung, sondern in seiner gewöhnlichen Knechtsgestalt undKleidung. In derselben kehrte er gestärkt und erquickt zuseinen Geschäften und Leiden auf Erden zurück. Wie frohmußten sie seyn, daß sie an ihn gewiesen waren und Gottnicht mehr so mit ihnen redete. Da sie aber vomBerge herabgingen und seine Jünger sich völ-lig wieder erholt hatten, gebot ihnen Jesusund sprach: Ihr sollt dies Gesicht niemand sa-gen, bis des Menschen Sohn von denTodtenauferstanden ist. Eher hielte er nach seiner unerforschtlichen Weisheit die Verkündigung dieser wichtigen Bege-benheit nicht für dienlich, weil er voraussah, daß sie beider Niedrigkeit die ihn umgab, vor den Augen der Welt'keinen Glauben würden gefunden, sondern nur Spott er-regt haben. Aber wenn seine Auferstehung seine Niedrig-keit und die Schmach seines Kreuzestodes würde wegge-nommen haben, und seine Jünger' mit der Kraft aus derHöhe würden angethan seynz dann würden sie zur Be»zeugung dieser großen Begebenheit geschickter seyn, undmehr Glauben bei den Menschen damit findenz dannwürde die Erzählung dessen, das sie auf dem Berge gese-hen und gehört hatten, den Glauben an die große, zuwissen und zu glauben nöthige Wahrheit, daß Jesus sey