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erschraken sehr. Das ist auch nicht.zu verwundern, dennwie sehr erschraken nicht die Kinder Israel, als Gott vonSinai herab mit ihnen redete. Sie flohen und traten vonferne und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollengehorchen, laß Gott nicht mit uns reden, wir möchtensonst sterben. 2. Mos. 20. Auch der frömmsten Menschenund heiligsten Propheten bemächtigte sich eine große Furcht,wenn sie göttlicher Erscheinungen und Ansprachen aus demHimmel gewürdigt wurden, wie wir unter andern an Da-niel sehen können, in dem zehnten Kapitel seiner Weissa-gung und an dem Apostel Johannes auf dör Insel Path-mos Apoc. i. Wie hätte es darum auch anders seynkönnen, als daß die damals noch schwachen Jünger Jesubei der göttlich majestätischen Stimme aus der Wolke ingroße Furcht geriethen? Durch die Verklärung Christiund die Erscheinung der himmlischen Boten in himmlischerKlarheit, waren sie schon zur Furcht gestimmt, die jedochdurch die entzückende Freude und das hohe Wohlseyn, dassie in dieser himmlischen Gesellschaft empfanden, überwogenwurde z aber bei dem Anhören der Stimme Gottesaus der ^ Wolke nahm die Furcht überhand.
Es war schon für sie etwas ganz fremdes und Be-stürzung erregendes, daß sie aus einer klaren Hellen Wolkeeine Helle Stimme in einem majestätischen Ton zu sich re-den hörten, ohne etwas zu sehen. -Vorzüglich aber er-regten die Zeichen der nahen Gegenwart Gottes Furchtund Schrecken in ihnen, weil sie noch schwache Sterblichewaren und das Gefühl ihrer Sündlichkeit bei der Näheder heiligen Majestät Gottes in ihnen lebhaft wurde. Undweil mit der Furcht bei ihnen eine tiefe Ehrerbietung vordem nahen und gegenwärtigen Gott verpaart gingz sosielen sie nieder auf ihr Angesicht.
Aber in dieser großen Furcht blieben sie nicht lange.Ihr liebreicher Heiland, der in allen Umständen über siewachte und für sie sorgte, bemühte sich, sie bald wiederdavon zu befreien. Denn er trat zu ihnen, rührtesie an und sprach: Stehet auf und fürchtet euchnicht. Denn er siehet an den Elenden, der zerbrochenenGeistes ist und der sich fürchtet vor seinem Wort. Er