Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
435
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Wort glaubwürdig und zuverläßig, gewiß und wahrhaftigsind. Hören sollen wir endlich mit gehorsamer Ausneh-mung seines Worts, so daß wir uns in unserm Sinn undWandel darnach richten, ihm folgen und gehorchen, weiler unser Herr und Richter ist. Bei dem, was uns zuthun vorkommt, sollen wir nicht fragen: was bringt mirden meisten Dortheil im Jrrdischen? Was wird denMenschen am besten gefallen? Worüber wird man micbam meisten loben? Was ist meinen natürlichen Neigungenam gemäßesten? Sondern darnach sollen wir fragen, wasmit dem Wort und Willen Jesu, an den der Vater uns ge-wiesen, den er uns zum Herzog unsrer Seligkeit gemacht hat,an den wir uns halten, den wir hören und ihm gehorchensollen, am besten übereinkömmt, was uns die meiste Freu-digkeit vor ihm und am Tage seiner Zukunft geben kann.

So wie wir ihn aber vor allen andern hören solle»-;so sollen wir ihn auch in allem hören, was er uns inseinem Worte sagt; nicht etwa dieses und jenes aus sei-nem Worte herausnehmen und dabei stehn bleiben ohneauf das übrige zu achten, sondern alle seine Lehre undZeugniße sollen wir hören, daß wir dadurch weise zurSeligkeit werden; alle seine Warnungen und Drohungen,daß wir uns dadurch von der Sünde abschrecken lassen;,alle seine Ermahnungen und Gebote, daß wir darnach einheiliges Leben führen; alle seine Verheißungen, daß wirdarauf bauen und trauen, uns dadurch ausrichten, tröstenund stärken lassen.

n. T h e i l.

Nun ist noch übrig, daß wir die Folgen dieses göttli-chen Zeugnisses betrachten, nemlich die große Furcht,worin die Jünger Jesu dabei geriethen und die liebreicheBemühung Jesu sie davon zu befreien, nebst dem BefehlChristi, das, was sie auf dem Berge gesehen hatten nichteher bekannt zu machen, als nach seiner Auferstehung.

Als die Jünger Jesu die Stimme Gottes aus denWolken hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und