und nichts an ihm sichet, als was seinem heiligen Willenganz angemessen und seiner heiligsten Liebe vollkommenwürdig ist, den er darum auch will geehret haben wiesich selbst.
Deswegen weiset er uns auch ausdrücklich an Zesumund zwar an ihn allein, indem er sein Zeugniß mit demBefehl an Jesu Jünger schließet: Den sollt ihr hö-ren. Denn er ist der große Prophet, den Gott durchMosen verheißen, dem er seine Wortein den Mund gege-ben und durch den er in den letzten Tagen zu den Men-schen geredet hat. Zn ihm liegen verborgen alle Schatzeder Weisheit und Erkenntniß. Er ist als der eingeborneSchn von Ewigkeit in des Vaters Schooß gewesen, unddarum am allerbesten im Stande uns den ganzen Rathund Willen Gottes von unsrer Erlösung und Seligkeit zuoffenbaren. Er ist dazu sanftmüthig und von Herzen de»müthig, so daß auch Blöde und Schüchterne Zutrauen zuihm fassen und von ihm lernen können.
Seine Worte und Lehren sollen wir darum mit offnenOhren und Herzen aufnehmen, glauben und befolgen. Ihnsollen wir vor allen andern hören, bei Mose und denPropheten nicht stehen bleiben, sondern uns durch dieselbenauf Christum Hinweisen lassen, da sie Zuchtmeister auf ihnsind. Zu seinen Füßen sollen wir uns als lern- und heil-begierigen Schüler und Schülerinnen, wie Maria nieder-setzen, bei ihm Unterricht, Rath, Trost und Hülfe suchen,uns ihm ganz ergeben, ganz seiner Leitung und Führunganvertrauen. Er ist nun zwar in den Himmel eingegangen,aber so oft wir sein Wort lesen und hören, redet er zuuns. — Und wir sollen ihn gerne hören, weil er unsergrößter Freund ist und aus erbarmender Liebe mit herab-lassender Güte zu uns redet. Hören sollen wir ihn mitAufmerksamkeit, weil er mit uns über unsre allerwichtigstcnAngelegenheiten redet, wie wir der verdienten Strafe ent-gehen und wieder zu Gnade kommen, von Sünden rein undewig selig werden können. Hören sollen wir ihn mit tieferEhrerbietung, weil er der Sohn Gottes, der Herr vomHimmel ist und der Vater durch ihn redet. Hören sollenwir ihn mit Beifall, Zustimmung und Glauben, weil seine