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1 (1828)
Entstehung
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Majestät, den wir in seiner ganzen Größe mit unfernsterblichen Augen nicht anschauen noch bei Leibes Lebenertragen können. Was die Jünger Jesu bei seiner Der»klärung gesehen hatten, das waren nur einige Strahlenvon der göttlichen Majestät und Herrlichkeit; die lichte,Helle Wolke zeigte ihnen an, daß noch eine weit größerebei Gott verborgen sei. Unter dem alten Testament erschienGott durchgängig in dunkeln Wolken, die oft mit Don»ner und Blitzen angefüllt waren, weil das der Haus-haltung des alten Testaments angemessen war, die nochviel Dunkles und Furchtbares mit sich führte, weil dieheilsamen Absichten und Gnaden-Anstalten Gottes zum Heilder Sünder noch in das Dunkle der Weissagungen undVorbilder eingehüllt waren, die mit der Erscheinung sei-nes Sohnes im Fleisch anfingen enthüllt zu werden, damit derselben die Haushaltung des neuen Testaments ih-ren Anfang nahm, die mehr Klarheit hat; worin sichuns Gott näher nach dem ganzen Reichthum seiner Gnadegeoffenbaret und mit der Dahingebung seines Sohnes denhöchsten Beweis seiner Sünderliebe gegeben hat. DasLichte und Helle der Wolken, worin hier Gott erschien,war also der angenehmen und gnadenreichen Zeit des neuenTestaments angemessen.

Zn diese lichte Wolke gingen Moses und Elias, wieLukas erzählet ein, denn sie waren als verklärte, ganzentsündigte und geheiligte Menschen der nähern Anschau-ung Gottes und seiner Herrlichkeit fähig. Durch dieseWolke kehrten sie wieder in den Himmel zurück von wan-nen sie herabgekommen waren.

Die lichte Wolke war aber vorzüglich von Gott berei-tet um Zesum seinen Sohn aus derselben mit Wortendurch sein Zeugniß zu verklären, nachdem es mit der Thatdurch den himmlischen Glanz, der ihn umleuchtet und durch-drungen hatte, geschehen war. Darum sucht der Evan-gelist auch auf dieses wichtige Zeugniß Gottes aus denWolken vorzüglich unsere ganze Aufmerksamkeit hinzuleiten,wenn er sagt: Und siehe, eine Stimme aus derWolke sprach: dies ist mein lieber Sohn, an