Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
420
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de die himmlische Botschaft nicht zu ihm gesandt ihmzu dienen , sondern eine vertrauliche Unterredung mitihm über sein Leiden zu halten, die er als der Versöhnerund Mittler des menschlischen Geschlechts übernommen hat»te. Dazu schickten sich Menschen besser, weil er die einesvertraulichen Umgangs würdigt und sein versöhnendes Lei»den sie näher angeht. Unter allen seligen Menschen, diedurch Jesum schon zur Herrlichkeit eingeführt waren, wur»den Moses und Elias als die schicklichsten zu dieser Ge-sandtschaft erwählt, weil sie unstreitig zu den vornehm-sten Gliedern der triumphirenden Kirche gehörten und Mo-ses als Gesetzgeber das Gesetz, Elias aber als Prophetdie Propheten abbildete und vorstellte, zum Zeichen daßJesus derjenige war, der alle Schatten des Gesetzes undalle Weissagungen der Propheten erfüllte.

Beide waren sie nicht allein Jesu sondern auch seinenJüngern in ihrer strahlenden Herrlichkeit sichtbar undkenntlich. Elias, der lebendig mit Leib und Seele in denHimmel war ausgenommen worden, der nicht gestorbenund entkleidet, sondern überkleidet war, hatte seinen Leib,wie ihn alle Gläubigen nach ihrer, seligen Auferstehunghaben werden-,'ob Moses aber, der wirklich gestorben war,damals schon auferweckct und in seinem auferweckten Leibeerschien, oder ob ihm für die Zeit die Gestalt eines Lei-bes war gegeben worden, wie auch den heiligen Engeln,wenn sie sichtbar auf Erden in der Gestalt eines Mannesoder Jünglings erschienen, das läßt sich mit Gewißheitnicht bestimmen, so wie sich das auch nicht bestimmenläßt, wie die Jünger die beiden himmlischen Gesandtenkennen gelernt, ob der Herr sie ihnen bekannt gemacht,oder ob sie es aus dem Gespräch, das sie mit Christohatten, es vernommen, daß cs Moses und Elias waren.

Denn sie redeten mit Jesu, wie unser Text lehrtund zwar wie wir aus der Erzählung Lucä wissen, rede-ten sie mit ihm von dem Ausgang, welchen er erfüllensollte zu Jerusalem z von seiner tiefen Erniedrigung, sei-nem Leiden und Sterben, seinem Kreuzestod und seinerAuferstehung daselbst, wie er durchs Leiden zur Herrlich-keit eingehen werde. Der schmählichste und schmerzlichste