traute Freunde Gottes und wurden von dem Sohne Got-tes Erscheinungen und Offenbarungen gewürdiget, beidevierzig Tage und Nächte ohne Speise und Trank erhal-ten. Beide waren sie große Eiferer für die Ehre Got-tes und inbrünstige Bether, beide mußten sie aber auchum Gottes und seiner Sache- willen vieles leiden. AberBeiden war dies auch schon langst im Himmel belohntworden, längst waren ihre Thräncn abgewischt, ihreLeiden in Freude und ihre Schmach in Herrlichkeit ver-wandelt. Beide erschienen sie in Klarheit, worin sie schonviele Jahrhunderte im Himmel geleuchtet hatten. O wie ^gering wird ihnen alles das, was sie auf Erden um desHerrn willen verleugnet und gelitten hatten, in dieser Klar-heit, Wonne und Seligkeit vorgekommcn seyn. Wie glück-lich sind sie zu preisen, daß sie hier auf Erden dem Herrngelebt und seine Ehre gesucht, ihm unter aller Schmachund allen Drangsalen treu bis an den Tod geblieben sind,sich selbst und die Welt verleugnet und auf das Ewige gese-hen haben. Wie sehr muß uns das ermuntern, ihnen da-rin nachzufolgen. Denn was sind doch die kurzen Leidendieser Zeit gegen die ewige und über alle Maaßen wichti--ge Herrlichkeit, die dort an Gottes Kindern und Knech-ten soll geoffenbaret werden?
Sie beide, Moses und Elias, die sich auf Erden inWirken und Thun, Glauben und Leiden so ähnlich gewe-sen waren, werden nun auch zusammen gewürdigt, vonGott aus dem Himmel zu seinem Sohn auf Erden ge-sandt zu werden um mit ihm über den allerwichtigstenGegenstand, der den ganzen Himmel in Erstaunen und Ver-wunderung setzte, über sein bevorstehendes Todesleiden, zureden. Vor allen heiligen Engeln werden sic dazu ge-würdiget. Denn der Sohn Gottes, der Herr vom Him-mel, der sich im Fleisch geoffenbaret hatte, stand in einerweit gcnauern Verbindung mit den Menschen als-mit denEngeln. Der Engel Natur hatte er nicht an sich genom-men, sondern der Menschen Natur, nicht der Engel, son-dern der Menschen Bruder und Haupt war er gewor-den. Die heiligen Engel, deren Schöpfer er war,kamen wohl herab und dienten ihm, aber für jetzt wur-