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1 (1828)
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scynz macht daß sie zunimmt im Guten, grünet wie einPalmbaum und wüchset wie eine Ceder auf Libanon.

Nach diesen angenehmen, erquickenden und im Gutenfruchtbar machenden Wirkungen des heiligen Geistes sehntsich die gläubige Seele, die hier redend eingeführt wird,weil sie dieselben für sich so nöthig und nützlich findet, dasie in der Welt Angst hat und oft mit Leiden von Aussenund Innen umringt ist, da es ihr oft an Glaubensfreudig»keit fehlt und sie ihre Saat mit Thränen säen muß, weilder Tröster, der ihre Seele trösten muß, ferne zu seynscheinet, da sie oft klagen muß, daß ihr Seelenfriede leichtgestört wird und es ihrer Liebe zum Herrn so sehr anWärme fehlt, daß ihr Eifer, ihr Wachsthum und ihreFruchtbarkeit im Guten so schlecht ist. Sie weiß, daß esandern Kindern Gottes auch so gehet. Darum bittet sie:Komm Südwind, komm Geist der Gnade, des Trostesund des Friedens, komm Geist der Freude, der Liebe undder Stärke, komm laß mich und die es mit mir begehrenund bedürfen, deine sanfte, süße und erquickende Wirkun-gen reichlich erfahren. Stehe auf Nordwind, komm Süd-wind, — durchwehe meinen Garten, oder meinHerz und die Herzen aller Gläubigen, ja aller Gliederder Kirche. Denn dieser Garten ist die Kirche Jesu undein jedes gläubige Herz insbesondre. Mit einem Gartenhatte der Herr zuerst seine Kirche und die ihm ergebenegläubige Seele verglichen z darauf nennt sie sich auch sel-ber so und zwar mit Recht. Denn das Herz des Gläu-bigen ist nicht mehr, wie das Herz eines unwiedergebor-nen, natürlichen Menschen, einer wilden, unangebautenWüste gleich, worauf niemand achtet, worauf das Unkraut,die Dornen und Disteln ungehindert fortwachsen und sichausbreiten, sondern der Herr, der große Gärtner hat esunter seine genaue Aufsicht genommen und in seine Arbeit,hat die Frucht des Geistes darin gepflanzet, bewirket, ver-sorget und bewahret esz lehrt aber auch den Gläubigenauf sein Herz achten, das Unkraut, das noch immer aus-schlägt, ausjäten, die eiteln, sündlichen Gedanken und Be-gierden, die aufsteigen, unterdrücken und sich in demjenigenüben, wodurch das Gnadenwerk des Herrn gefördert wird,