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gen Geistes, und daß sie seinen wirksamen Einfluß bestän-dig nöthig hat, wenn die empfangenen Gnadengaben inihr wirksam bleiben und mit neuen vermehrt werden sollen.Darum sehnt sie .sich nach den kräftigen Bewirkungen desheiligen Geistes und ruft ihn darum an, wenn sie spricht:Stehe auf, Nordwind, komm, Südwind, durch-wehe meinen Garten, daß seine Würze triefen.Darauf nöthiget sie dann ihren göttlichen Freund, den sieliebet und von dem sie geliebet wird, zu ihr zu kommenund sich an dem zu vergnügen, was sein Geist in ihr ge»wirket hat, wenn sie hinzusetzt: Mein Freund kommein seinen Garten und esse seiner edlen Früchte.Der Herr lasse uns durch die nähere Betrachtung dieserWorte zu ähnlichen Gesinnungen erweckt und darin ge-stärkt werden! Mit diesem Wunsche betrachten wir:
I. Die Bitte der geistlichen Braut Christi, um die köst-liche Gnadenwirkung des heiligen Geistes.
II. Den Zweck, wozu sie dieselben begehrt, daß der Herrdurch ihre Fruchtbarkeit ergötzt werde.
i. Th eil.
Die geistliche Braut Christi, wodurch wir seine gläu-bige Kirche überhaupt und eine jede ihm ganz ergebene,ihm mit Glauben und Liebe anhangende Seele insbesonderezu verstehen haben, richtet in unserm Texte, worin sieredend eingeführt wird, zuvörderst ihre Bitte an den heiligenGeist, der mit dem Vater und dem Sohne gleich ewiger undwahrer Gott ist, wenn sie spricht: Stehe auf, Nord-wind, komm, Südwind, durchwehe meinen Gar-ten. Denn sie versteht hier nicht den eigentlichen Wind,so wenig als sie selbst ein eigentlicher Garten ist z sondernwie das ganze Hohelied unter dem Bilde irdischer Dingegeistliche vorträgt, so wird auch unter den verschiedenenWinden der heilige Geist mit seinen verschiedenen Gaben