Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
381
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heit in unser Herz und gieb uns dein Gesetz in unsernSinn. Laß deinen Geist in allen seinen wohlthätigen Wir»kungen über die Kirche kommen. Wehre dem verfallenenZustand, -der Lauheit im Glauben und in der Liebe undwecke ein neues geistliches Leben, damit dein Reich grüneund wachse und Früchte trage und sich immer mehr aus»breite. Komme aber auch in unsre eigene Herzen, daß wirimmer mehr Bäume werden, erfüllet mit Früchten derGerechtigkeit in Gesinnung und Werken. Amens

T e r t.

Hobel. 4, 16, 17.

Dieß Verlangen, diese Bitte äussert die Braut Christi,seine Kirche, die durch den Glauben mit ihm vermähletund für ewig vertraut ist, auf die rühmliche Beschreibung,die ihr geistlicher Bräutigam, der Sohn Gottes in demVorhergehenden von ihr macht; Er hatte sie in dem 12 .Vs. einen verschlossenen, köstlichen, werth gehaltenen Gar»ten genannt und ihre Fruchtbarkeit gelobt. Denn nachso zärtlicher Liebe ist Jesus geneigt, das Gute, das dieScinigen an sich haben, zu schätzen und zu prüfen, wennes auch noch mangelhaft, mit Schwachheiten und Sündenvermengt ist, wie wir besonders aus seinen Briefen andie sieben Gemeinen in Kleinasien, im 2 . und 3. Kap. derOffenbarung Johannis sehen. Diese zärtliche Liebe Jesumacht aber, wenn sie recht erkannt wird, in seiner Kircheund in jeder gläubigen Seele das Verlangen reger, ihremHerrn und Heiland noch wohlgefälliger und immer mehrmit Früchten der Gerechtigkeit erfüllt zu werden, die zuseiner Ehre gereichen. Es ist ihr nicht genug, daß Jesussie so unverdient liebte, sie will seine Gnade und Liebeauch gerne mit treuer Gegenliebe und Dankbarkeit beant»Worten, will so gerne etwas scyn zu Lobe seiner Herr»lichen Gnade. Aber sie weiß es wohl, daß sie es aus sichnicht seyn kann, sondern allein durch die Kraft des hcili»