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1 (1828)
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372
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gewiß sind, müßen sie den Herrn bitten, daß er sie leiteund davon abbringe, wenn es ihm nicht wohlgefällig undihnen nicht gut ist. Denn es muß ihnen, wie David, vonganzem Herzen Ernst seyn und bleiben, durch und durch ge-heiligt, von allen Sünden befreit und vor allen Verirrun-gen bewahrt zu werden. Es darf ihnen nicht genug seyn,die tröstliche Gewißheit zu haben, daß sie von aller Ver-dammniß frei sind und eine gegründete Hoffnung zur Se-ligkeit besitzen, sondern es muß ihnen auch am Herzen !liegen, daß das Gnadcnwerk Gottes in ihnen fortgehe unddas Leben Christi in ihnen zunehme, daß sie ihm wohl-gefälliger und ähnlicher, ihm mehr zur Ehre und Freudewerden z darum müßen sie fortfahren sich ihm zur Prüfungdarzulcgcn und ihn bitten, daß er es ihnen aufdccke, wennsie noch in irgend einem Stück auf bösem Wege wären.

Ist nun die Bitte Davids aus so manchen Ursachenden versicherten Gläubigen noch nöthig, wie vielmehr den ^unbefestigten. Denn nicht alle Bekehrte und Gläubige isind dessen gewiß, daß sie im Stande der Gnade und aufdem rechten Wege zum ewigen Leben sind. Und die da-von gewiß sind, sind und bleiben es nicht immer, es kom-men auch wieder dunkle Stunden, worin ihr Glaube an-gefochten wird. Viele sind noch unbefestigt in ihrem Gna-dcnstand, sie schweben zwischen Furcht und Hoffnung, sind -ungewiß und unbeständig in ihrem Urthcil über sich selbst.Wenn sie sich an Gottes Wort prüfen und etliche Eigen- -schäften der Kinder Gottes an sich finden, andre abernicht z wenn sie hören, wie leicht man sich selbst betrügen ^und zu gut von sich urtheilen kann, wie nahe Scheingläubigeden wahren Gläubigen kommen und wie viele Aehnlichkeitdie thörichten Jungfrauen mit den klugen haben könnenzwenn sie hören, wie andre Gläubige geführt worden undwas sie erfahren haben, womit ihre Führung und Erfah-rung nicht übereinstimmt z wenn sie hören, welch einen rei-chen und allgenugsamen Heiland wir an Jesu haben, wiegerne er erhört, hilft, giebt und segnet, welche köstlichenVerheißungen er seinem Volk gegeben hat, und dann bedenkenwie arm und elend sie noch sind, wie wenig sie im Gu-ten fördern und wie unbeständig sie noch darinnen sind,