in seinen apokalyptischen Briefen zu einigen seiner gelieb-ten Knechte, an denen er Manches lobte und mit denener im Ganzen zufrieden war, daß er dieses oder jenes wi-der sie hatte.
Bekehrte können sich in guter Meinung und Absicht inselbstcrwahlten Wegen und Uebungen zerarbciten, ohne daßsie selbst oder Andre wesentlichen Nutzen davon habenzkönnen auf den gut gelegten Grund ihres Christenthumsstatt Gold, Silber und Edelstein, Holz, Heu und Stop-peln bauen, die ihnen hernach verbrennen, so dast sie deßSchaden haben, selbst aber selig werden doch so als durchsFeuer, r. Cor. 3. Sie können auf Grundsätze und Mei-nungen gerathen, die sie irre führen und statt zu erbauen,sie zerstreuen, können von ihrer Eigenliebe verblendet undbethört werden, daß sie ihren eignen Willen für GottesWillen, ihren Natureifer für göttlichen Eifer halten undmeinen, sie suchten Gottes Ehre, wo sie ihre eigne beäu-gen, können Manches für erlaubt halten, was doch mitdem Wort und Sinn des Geistes nicht übereinkommt z siekönnen in wirklich erlaubten Dinge zu unmäßig seyn und indem, was ihnen obliegt, zu viel oder zu wenig thun, kön-nen im Uctheile über andre Menschen, in der Erziehungihrer Kinder und Behandlung ihrer Hausgenossen zu strengoder zu gelinde seyn, können Plane machen, Anschlägefassen, Veränderungen in ihrem Stand, Beruf, Wohnortund Umgang vornehmen, die ihnen gut dünken und dochdem Rath und Willen Gottes nicht gemäß sind. In die-sem Stücke sind sie dann auf bösem Wege. Ob sie gleichdadurch nicht aus der Gnade fallen, ihre Gotteskindschaftund die Hoffnung zum ewigen Leben nicht verlieren, soleiden sie doch Schaden an ihrer Seele und bereiten sichSchmerzenswege, ziehen sich allerlei Leiden zu, deren siehätten können überhoben bleiben. Darum behalten auchversicherte Gläubige es immer nöthig, sich dem Herrnzur Prüfung darzulegen und mit David zu bethen: Siehe,ob ich auf bösem Wege bin, damit ihnen die noch ankle-benden Fehler und Verirrungen ausgedeckt, sie davon ab-gezogen und vor neuen bewahrt werden. Bei Allem, wassie Vorhaben und worin sie des göttlichen Willens nicht