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1 (1828)
Entstehung
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selige und Beladene zu Zesu wenden, um durch seinen Todmit Gott versöhnt, von der Schuld und Strafe ihrerSünden befreit, durch seinen Geist erneuert, geheiliget undgetröstet zu werden. Wenn du es wüßtest, so würdest dubedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Friedendienet. Aber nun ist es vor deinen Augen verborgen. Luc. 19.

Woher kommt es, daß viele Bekehrte und Gläubigenicht bessere Fortschritte in der Gottseligkeit machen, trägeim Gebeth, in der Ablegung ihrer anklebenden Sünden,Unarten, Lüsten und verkehrten Eigenheiten sind, so manchesan sich dulden, sich in Gedanken, Worten und Werken ec»lauben, das dem Worte Gottes und dem Sinn des Gei»stes zuwider ist, hingegen sich in der treuen Erfüllung somancher Christenpflichten, die ihnen obliegen so nach»läßig erweisen? Kommt es nicht auch vorzüglich mit da»her, daß sie ihre Fehler, ihre anklebenden Lüsternheitenund Unarten, das Böse, Schädliche, Gott Mißfällige undEntehrende derselben nicht genugsam erkennen und in derSelbsterkenntniß nicht gehörig zunehmen. Kennten sie ihresündliche Derderbniß, ihre Schwachheiten, Mängel, Gebre»chen und Versuchungen besser, sie würden wachsamer, de»müthiger und vorsichtiger seyn, näher bei ihrem Herzenund bei Jesu bleiben, begieriger aus seiner Fülle nehmenGnade um Gnade, eifriger fortfahren den alten Menschenmit seinen Werken und Lüsten auszuziehen und den neuen,der nach Gott geschaffen ist, in rechtschaffener Gerechtig-keit und Heiligkeit nach allen seinen Theilen anzuziehcn,sich von aller Befleckung des Fleisches zu reinigen undder Heiligung nachzujagcn in der Furcht des Herrn. Sowie sie auch auf der andern Seite nicht so leicht an ih-rer Wiedergeburt und ihrem Gnadenstand zweifeln, ver-zagt und kleinmüthig werden würden, wenn sie auch dasGute, das der Herr durch seinen Geist und seine Gnadein ihnen gewirket hat , besser erkennten. Die Selbster-kenntniß und die beständige Zunahme in derselben ist da-rum für alle und in aller Hinsicht höchst nöthig und mußuns, wie David, sehr am Herzen liegen.

Die Selbsterkenntniß bietet uns freilich nicht viel An-genehmes und Tröstliches dar, weil wir so ganz verdorben