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Aus unserm Texte betrachten wir nun, Gott gebe mitbleibendem Segen:
I. Das sehnliche Verlangen Davids nach dem Wachs»thum in der Selbsterkenntnis, Ws. 2I.
II. Den heilsamen Beweggrund dazu und Zweck dabei,den er am Schluß des Textes angiebt, Ws. 24.
Der Kürze wegen lassen wir aber diesen zweitenTheil bis nächstens stehen.
i. Th eil.
Sein sehnliches Verlangen nach Wachsthum in der, Selbsterkenntniß drückt David in dem ersten Theil unseresTextes mit den Worten aus: Erforsche mich Gottund erfahre mein Herz, prüfe mich und erfahreu wie ich es meine. Die Selbsterkenntniß ist uns unum»fl gänzlich vonnöthen zum Anfang unserer Bekehrung. Dennsich selbst kennen lernen, ist der erste Schritt zur Besse»er rung. Und zur gesegneten Fortsetzung unserer angefange»N nen Bekehrung und Besserung ist der Wachsthum in derN Selbsterkenntniß auch ganz unentbehrlich,s? Woher kommt es, geliebte Zuhörer, daß so viele Men»x l schen bei allen Warnungen und Ermahnungen unbekehrtbleiben, daß sie sicher in der Sünde fortgehen, und in ihrems Dienste beharren, auf ihre Sinnesänderung und Herzens»i erneuerung, auf die Vergebung ihrer Sünden und Begna»! digung vor Gott, nicht mit Ernst bedacht werden? Kommt
k cs nicht hauptsächlich daher, daß sie sich selbst, ihre Ent»
l fremdung und Verirrung von Gott, dem höchsten Gut,4 ihren höchstgefährlichen, verderbten und verlornen Zustandin der Sünde nicht erkennen? Wüßten sie es, wie großihre-Sünde und Elend, wie schrecklich ihre Gefahr ist,wie verschuldet und strafbar sie sind, wie furchtbar ihreAussicht in die Zukunft sei, sie würden eilen und ihreSeele retten z sie würden nicht allein fragen: was soll ich» thun daß ich scelig u erde, sondern sie würden sich auchsr auf die Anweisung des Evangeliums ungesäumt als Müh»