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erschallt, giebt zu erkennen, daß der Herr, wie ec sonstauch ausdrücklich bezeuget, plötzlich und unvermuthetkommen werde, wenn die Menschen am wenigsten daraufdenken, wenn der Schlaf, wie immer natürlich zur Zeit derMitternacht der Fall ist, sehr allgemein worden und über»Hand genommen. hat.
Das Geschrei zur Mitternacht wurde so laut unddurchdringend, daß sie alle, die Thörigten und die Klugenvon ihrem Schlaf erwachten, aufstunden und ihreLampen schmü ckten, .das heißt, sich alle, nach Trost ausGottes Wort umsahen, ihren Glauben und ihre Hoffnungzu beleben suchten, aber nicht mit gleichem Erfolg. DieThörigten wurden nun mit Schrecken gewahr, was sievorher nicht zu Herzen nehmen wollten, daß sie kein Delin ihren Gefäßen, daß sie den h. Geist, den rechten Trösternicht im Herzen hatten, daß ihr Glaube und Hoffnung ^
keinen Grund hatte, sondern leerer Schein und Einbildung igewesen. Wer unter uns in Gefahr, des Todes gekommen !ist und darin gefühlt hat, daß er' noch nicht zum seligenSterben bereit sei, sondern verloren gehen mäße und dar»über in große Angst und Verlegenheit gerathen, der kannsich von der Bestürzung der thörigten Jungfrauen einDenkbild machen. — Zn ihrer großen Bestürzung wand-ten sie sich zu den Klugen, und sprachen: Gebt unsvon euremOel, denn unsereLampen verlöschen.Aber sie konnten ihnen nicht helfen. Sie hatten genugmit sich selber zu ihun, ihren Glauben, ihre Liebe und Hoff»nung zu beleben und zu stärken. Sie sprachen darum zuden Thörigten: Nicht also und gaben davon den wich»tigen Grund an: auf daß nicht uns und euch ge»breche. Denn ein jeglicher muß seines Glaubens leben.Alles was. sie noch thun konnten und thaten, war, daß siesie zu denen hinwiesen, die Gott dazu verordnet hat, dieMenschen zum wahren Glauben zu leiten, zu den Dienerndes Evangeliums. Denn das soll der bildliche Ausdrucksagen: Geht aber hin zu den Krämern und kauftfür euch selbst. Allein es war zu spät, die Suchens»und Findenszeit war vorbei. Denn da sie hin gingenzu kaufen, kam der Bräutigam und die bereit