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1 (1828)
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Daß alle gläubige, wiedergeborne Christen neben demGeist noch Fleisch an sich haben und nicht thun können,was sie wollen, das soll sie nicht muthlos noch träge undgleichgültig gegen Gutes und Böses machen, sondern an»treiben, desto wachsamer und vorsichtiger zu wandeln, dar»auf bedacht zu seyn und dafür zu sorgen, daß der Geistgenährt werde und immer völliger die Herrschaft in ihnenerlange, die ihm gebührt und ihm auch nicht fehlen wird,wenn sie es sich von Herzen angelegen seyn lassen »imGeist zu wandeln,« und die schon erhaltne Gnade undgöttliche Kraft treulich anwcnden.

»Im Geist wandeln« heißt auf seinen Rath, Triebund Willen achten, ihm folgen und gehorchen, ohne aufdie Einwendungen des Fleisches zu achten oder sich durchMühe, Aufopferung, Verleugnung und Leiden davon ab»halten zu lassen. Denn können Gläubige auch das gott»gefällige Gu te so nicht thun, wie sie wollen, so könnensie doch nach den Verheißungen Gottes im Guten fortge»hen und zunehmen, können in der Ausübung und Voll»bringung desselben fertiger, völliger und beständiger wer» -den. Zu dem Ende müßen sie alle Mittel brauchen, wo»durch der Geist gestärket und der Wandel in oder nachdemselben gefördert wird z hingegen sich vor dem hüten,was den Geist schwächen und das Fleisch stärken kann.

Gott hat den Gläubigen sein Wort zur Richtschnurihres Glaubens, Sinnes und Wandels gegeben z durchdasselbe und nach demselben wirkt der Geist Gottes, derin den Gläubigen wohnet, so wie auch ihr Geist, ihrneuer Mensch, den der Geist Gottes in ihnen hervorge»bracht hat, regiert und belebt. Wenn sie sich nur in allenUmständen nach dem Worte Gottes richten, dann wandelnsie »im Geist«. Dazu ist aber nöthig, daß sie sich jelänger je mehr mit dem Worte Gottes, mit seinen Leh»rcn, Zeugnissen, Verheißungen und Vorschriften durch fleis»siges Lesen, Hören und Ueberdenken derselben, unter de»müthiger Anrufung Gottes um das Gnadenlicht seinesGeistes, bekannt machen, damit sie in allen Vorfällenprüfen können, welches da sei der gute, wohlgefällige undvollkommene Wille Gottes, um darnach zu thunz damit

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