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kommen in Allem zu kurz und müßen mit David bethen: !
Herr, gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht, denn i
vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Das Fleisch schwächet, i
hindert und verunreiniget sie. Sie finden oft gerade das !
Gegentheil von dem, was sie wollen, in sich, ihre besten !
Werke sind unvollkommen und mit Sünden befleckt. —
Unter wahren, wiedergebornen Christen ist freilich ein großer !
Unterschied. Sie sind nicht Alle eben schwach und unvoll» !
kommen. Zn einigen ist das Fleisch mehr unterdrückt j
und entkräftet, der Geist hingegen stärker und siegreicher i
als in andern, nach dem Maaß ihres geistlichen Alters !
und Wachsthums in der Gnade und Erkenntnis Jesu '
Christi, einige sind auch treuer, ernstlicher, wachsamerund vorsichtiger in der Führung ihres Christenthums undihres Streits wider das Fleisch als andere. Zu einer ^
Zeit wird auch den Gläubigen die Ausübung des Guten ^
weit leichter und sie können es völliger, lautrer und freu» >,
diger ausrichten als zur andern Zeit, denn sie sind sich ^
selbst nicht immer gleich. Wenn du mein Herz tröstest,so laufe ich den Weg deiner Gebote, sagt der frommeKönig David zu seinem Gott; Ps. 119, 3 . Aber auchdie geförderten und treusten Christen können selbst in I
ihrer besten Gemüthstsimmung nicht alles das Gute thun, i
das sie gern wollen, weil sie noch Fleisch in sich haben, S
das wider den Geist gelüstet. Auf alle Gläubige paßt !
daher die Beschreibung des Apostels in unserm Texte: j
das Fleisch gelüstet wider den Geist und den j
Geist wider das Fleisch, dieselbigen sind wi» j
der einander, daß ihr nicht thut, was ihr i
wollet.« !
II. T v e i l.
Auf diese, in mancher Hinsicht betrübte Beschaffenheitder Gläubigen gründet der Apostel seine väterliche Er»Mahnung: Wandelt im Geist, so werdet ihr dieLüste des Fleisches nicht vollbringen.