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entkräften und zu unterdrücken, er waffnet sich mit demWorte Gottes dagegen, welches ist das Schwerdt desGeistes, und mit dem Gebeth, wodurch er Kraft zur Ue»berwindung bei dem Herrn sucht. Der Geist erinnertden Gläubigen aus dem Worte Gottes, daß er dem Flei»sche nichts schuldig sei, als es zu kreuzigen und zu tödten,wozu es als sein und Gottes Feind verurtheilt istz er er»innert ihn, daß er aufs höchste verpflichtet sei, aller Sünde,der er in Christo gestorben ist, so wie allen Versuchungendes Fleisches zur Sünde, ernstlichen Widerstand zu thunund nur dem Willen Gottes zu leben, der sein Schöpfer,Erlöser und größter Wohlthatcr ist, dem er sich ganz mitLeib und Seele zum Eigenthum ergeben hat, der heiligist und unsre Heiligung will, den er schon viel zuviel und zu lange dadurch entehret und beleidigt hat, daßer in seinem vorigen Naturstande dem Fleische die Herr»schaft über sich gelassen und den Willen des Fleisches stattGottes Willen gethan hat. Der Geist stellt es dem Gläubi»gen bei den Versuchungen und Wirkungen des Fleisches be»sonders nachdrücklich vor, welche bange, bittre, schwereLeiden seine Sünde und sündlichen Lüste dem Sohne Got»tes, seinem theuren Heiland, verursacht, wie viel es ihngekostet sie zu versöhnen, wie undankbar und treulos erhandeln würde, wenn er nun noch in die sündlichen Be?gierden des Fleisches einwilligte und seine Lüste vollbrach»1e. — Der Geist bringt auch dem Gläubigen bei denNeigungen des Fleisches die Allwissenheit und Allgegenwart Gottes, Tod, Gericht, Ewigkeit, die schädlichenFolgen der Sünde und die Vortheile der Treue in derGottseligkeit ins Andenken. Er hält ihm die theuren Ver»Heißungen Gottes vor, für ihn zu sorgen und ihm imKampf wider die Sünde beizustehen, ihm den Sieg dar»über'und die Krone des Lebens zu schenken, wenn er red»lieh und standhaft kämpfet.
So gelüstet den Geist wider das Fleisch, so sind beidein ihren Begierden und Wirkungen wider einander.
Und die Folge dieses innern Streits in den Gläubigenzwischen Fleisch und Geist ist, wie Paulus in unsermTexte sagt — daß sie nicht thun, was sie wollen.