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1 (1828)
Entstehung
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308
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Unter dem Geist, der auch der neue Mensch genanntwird, versteht der Apostel hier, wie in vielen Stellenseiner Briefe, die durch Gottes Geist nach Gottes Wortund Bild erneuerte Natur und Gesinnung in den Gläu-bigen, die durch die Wiedergeburt in ihnen entstanden ist,die Gott und sein Gesetz lieb hat, heilig ist und mit demWillen Gottes übereinstimmt.

Beide Theile, Fleisch und Geist, sind auch wirksamund geschäftig in den Gläubigen und zwar so, wie esihrer Natur angemessen ist. Das Fleisch, das böse undverkehrt ist, das zum Schlangensamen und Bild des Sa-tans gehört, ist geschäftig, allerlei eitle, thörichte, sündlicheGedanken, Bilder, Phantasien, Lüste und Leidenschaften,Reden und Handlungen hervorzubringen, wovon der Apo-stel in dem folgenden 19—21. Vs. Berschiednes namhaftmacht, wenn er schreibt: Offenbar sind aber die Werkedes Fleisches, als da sind Ehebruch, Hurerei, Unreinig-keit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader,Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Sau-fen, Fressen und dergleichen.

Aber der Geist, der aus Gott geboren ist und seinBild trägt, der ein Werk des heiligen Geistes und geist-lich gesinnt ist, ist dagegen in den Gläubigen wirksam,gute Gedanken, Neigungen und Gesinnungen, Worte undHandlungen hervorzubringen. Seine Frucht und Wir-kung ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit,Gütigkeit, Glaube, Sanftmuth, Keuschheit, nach dem fol-genden 22. Vers. Beide, Fleisch und Geist, sind darumgerade gegeneinander, wie Finsterniß und Licht, gelüsten,begehren und streiten wider einander.

Das Fleisch gelüftet, begehret und streitet widerden Geist. Das Fleisch sucht die Begierden und Wir-kungen des Geistes zu unterdrücken, zu schwächen undzu erschweren. Es hat Vieles dagegen einzuwenden undbemühet sich, dieselben bald als unmöglich und übertrie-ben, bald als unnöthig und unschicklich, bald gar alsschädlich und gefährlich für unsre zeitliche Ruhe und Wohl-fahrt vorzustellen. Dem Nutzen der Gottseligkeit setzt esdas Vergnügen der Sünde entgegenz dem Worte Gottes