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niß, aber nun sind sie ein Licht in dem Herrn. Sie warenweiland Unweise, Ungehorsame, Irrige, Dienende denLüsten und mancherlei Wollüsten, wandelten in Bosheitund Neid und haßten sich unter einander; aber sie sindabgewaschen, sie sind geheiliget, sie sind gerecht gewordendurch den Namen unsres Herrn Jesu Christi und durchden Geist unsres Gottes. Da sie todt waren in Sünden,hat Gott sie sammt Christo lebendig gemacht, hat siewicdergeboren und erneuert.
Sie sind aber nicht völlig, sondern erst zum Theil er»neuert. Sie sind noch nicht ganz Geist, sie haben auchnoch Fleisch und neben dem neuen Menschen noch einenalten in sich. Das beherzigen sie, besonders im Anfangihres Chcistenthums, selten genug; daher bezweifeln sie sooft ihren Gnadenstand, ihre Wiedergeburt und Gottes»kindschaft. Sie meinen durchgängig, wenn sie wirklich be»kehrt, wiedergeboren und Gottes Kinder wären, dannmüßten sie ganz heilig seyn, keine Sünde und Verderbnißmehr an sich haben, keine bösen Lüste und Leidenschaftenan sich gewahr werden. — Vollkommene Heiligkeit istfreilich das Ziel, wornach sie laufen sollen, sie sind auchseit ihrer Bekehrung auf dem Wege dazu, aber sie habenes noch lange nicht erreicht, und erreichen es auch erstvöllig in jenem Leben, ob sie ihm gleich immer näherkommen können und müßen. — Sie bestehen, so lange siehier auf Erden sind, aus Fleisch Md Geist.
Durch das Fleisch, das auch sonst der alte Menschgenannt wird, versteht der Apostel die uns angeborne ver»derbte Natur und sündliche Unart, die wider das göttlicheGesetz ist und sich von Gott ab zum Bösen neiget, diedeswegen Fleisch genannt wird, weil sie durch die Saatdes Fleisches fortgepflanzt wird und durch die Gliederdes Leibes ihren Willen ausführt; weil sie, wenn sienoch die Herrschaft führt, den Menschen so gesinnt macht,als ob er keine Seele hätte, sondern blos Fleisch undKörper wäre, indem sie nur solche Dinge liebt und sucht,die dem Fleisch, dem Leibe und den Sinnen angenehm sind,aber um das Heil der Seele sich nicht bekümmert.